Samstag, 22.09.2018

Ausflug nach Mainhattan - in die Bankenstadt Frankfurt

Bild: Norbert Schraut
Schraut
Mittwoch, 12. 09. 2018 - 10:09 Uhr

Großes Interesse beim Arbeitskreis auf Burg Rothenfels an der Deutschen Bundesbank. Wenn man in Frankfurt ankommt, erblickt man im Osten auf dem ehemaligen Gelände der Großmarkthalle einen rund 185 m hohen spektakulär verdrehten Doppel-Büroturm, in dem seit 2015 Mario Draghi, Chef der Europäi...

Großes Interesse beim Arbeitskreis auf Burg Rothenfels an der Deutschen Bundesbank.
Wenn man in Frankfurt ankommt, erblickt man im Osten auf dem ehemaligen Gelände der Großmarkthalle einen rund 185 m hohen spektakulär verdrehten Doppel-Büroturm, in dem seit 2015 Mario Draghi, Chef der Europäischen Zentralbank (EZB) residiert.
Äußerlich weniger modern in einem Gebäudekomplex aus den 70er Jahren stellt sich die Deutsche Bundesbank (DBB) im Frankfurt-Bockenheim vor. Sie war das Ziel von 50 Mitgliedern des Arbeits-kreises auf Burg Rothenfels.
Matthias Endres, ein gebürtiger Lengfurter und heute bei der DBB im Zentralbereich Kommunikation tätig, hielt einen Vortrag mit dem Thema:
„Der Euro wird 20 Jahre alt – eine Zwischenbilanz.
Und wozu braucht es noch die Bundesbank?“
In der Zentrale der DBB arbeiten über 5.000 Beschäftigte. Die Kernaufgaben der DBB sind, die Wirtschaft über die Geschäftsbanken mit Geld zu versorgen. Wesentlich dabei ist die Unabhängigkeit der DBB.
Die Bilanz des Referenten fällt gemischt aus: Als Pluspunkte kann man eine relativ geringe Inflationsrate von unter 2 % anführen; außerdem ist der Euro als Währungsverbund in Hochzeiten der Finanzkrise nicht auseinandergebrochen. Als Minuspunkte könnte man erwähnen, dass sich die EZB mit Aufgaben überlädt.
20 Jahre Euro heißt für die DBB, dass sie nach dem Subsidiaritäts-prinzip geldpolitische Beschlüsse des Eurosystem in Deutschland umsetzt. Endres’ Fazit: „Der Gourmet-Happen ist weg, aber der Hauptgang des Menüs ist geblieben.“
In der anschließenden Diskussion ging es um eine mögliche Bargeld-abschaffung, Negativzinsen, um Cyberwährung und die Spekulation digitaler Währungen mit Bitcoins.
Nach der Mittagspause standen auf dem Programm das Geldmuseum der DBB sowie die Sonderausstellung „Gold“, die noch bis zum 30.09.18 andauert.
Mit 3.374 t verfügte Deutschland Ende 2017 über die zweitgrößten Goldreserven der Welt, die in den Tresoren der DBB zu 50,7 %, in der Federal Reserve Bank in New York zu 36,6 % und in der Bank of England zu 12,7 % aufbewahrt werden.
Nach dem Besuch der DBB brachte der Bus die Mainspessarter in die City von Frankfurt. Ein Highlight für jeden Frankfurt-Entdecker ist der Main Tower der Helaba (Hessisch-Thüringische Landesbank), wo wir von der Aussichtsplattform in 200 m Höhe einen aufregenden Blick auf die Stadt mit ihrem Umland werfen konnten.

Robert Engelhardt
Arbeitskreis auf Burg Rothenfels

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