Montag, 20.05.2019

Tagebuch einer Mzungu Teil 1

Linda1993
Montag, 04. 02. 2019 - 19:17 Uhr

Uganda/Mömlingen. „Einmal gab es eine Woche lang kein Wasser, an anderen Tagen bin ich für mein Wasser einige Kilometer in der glühenden Hitze gelaufen, seitdem weiß ich es viel mehr zu schätzen.“ aus dem Tagebuch einer Mzungu...

Uganda/Mömlingen. „Einmal gab es eine Woche lang kein Wasser, an anderen Tagen bin ich für mein Wasser einige Kilometer in der glühenden Hitze gelaufen, seitdem weiß ich es viel mehr zu schätzen.“ aus dem Tagebuch einer Mzungu.
Mzungu sagen die Afrikaner zu allen Weißen. Dort bekommt man es ständig um die Ohren gerufen. Es steht für eine weisse Person europäischer Abstammung. Ganze drei Monate hat Clara Suffel, angehende Ergotherapeutin aus Mömlingen in Uganda, ein Entwicklungsland in Ostafrika verbracht und berichtete Anfang 2019 im Mömlinger Sportheim vor knapp 60 Menschen über ihre einzigartigen Erlebnisse und Erfahrungen. Die Idee ins Ausland, ganz besonders nach Afrika zu gehen hatte sie schon lange. 2013 war sie bereits für drei Monate im Rahmen eines Schüleraustausches in Neuseeland. Nach unzähligen Überlegungen, Google-Recherchen und Organisatorischem entschied sich die 23- jährige für die Organisation Terra Varietas. Terra Varietas ist ein kleiner gemeinnütziger Verein mit Sitz in Wien, der Kinder, Jugendliche und junge Familien unterstützt die keine oder zu wenig Fürsorge erfahren. Die Organisation arbeitet ausschließlich ehrenamtlich, das bedeutet 100% der Spenden fließen in die Projekte. Momentan bestehen drei Projekte in Österreich, Serbien und Uganda. In Uganda werden folgende Einrichtungen unterstützt: Aggies Baby Home , die New Hope Primary und die Secondary School.
Claras Haupteinsatzort waren das Babyhome . Hier leben achtzehn Kinder und Jugendliche im Alter von 1 – 9 Jahren. Die Kinder wurden von ihren Familien ausgesetzt, im Supermarkt vergessen, vor der Kirche abgelegt, im Wald liegen gelassen oder einfach im Baby Home abgegeben. Die Eltern haben meist nicht die Kraft oder die finanziellen Mittel um die Kinder zu versorgen und großzuziehen. Im Baby Home kümmern sich noch vier liebevolle Mitarbeiter „Mütter“ genannt, um die Kinder. Dafür nehmen die Baby Home Mütter in Kauf, dass sie ihre eigenen Familien kaum sehen, da sie mit den Kindern im Heim leben.

Ein Tag im Leben einer Mzungu: Der Tagesablauf

9:00 – 10:30 Uhr Versorgung der Kinder im Baby Home: Wecken, Waschen ,Anziehen, gemeinsames Frühstück
10:30-14:00 Uhr in der New Hope Primary School:
Hilfe bei Hausaufgaben geben/kontrollieren
Spielerisch Englisch beigebracht
gesungen, getanzt, gespielt
16:00-20:30 Uhr Versorgung der Kinder im Baby Home: gemeinsames Abendessen, Waschen, Spielen, zu Bett Bringen

Fortsetzung folgt...

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