Was bedeutet Altersvorsorge?

Auf alle Fälle vorgesorgt (Folge 3):Die Serie zum Vorsorge-Ordner des Medienhauses Main-Echo - Auf Risiko setzen oder auf Sicherheit

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Mehr zum Thema: Vorsorgeordner
Wenn das Geld knapp wird, stellen viele auch ihre Altersvorsorge auf den Prüfstand. Eine Kündigung ist nicht immer die beste Wahl. Foto: Christin Klose (dpa)
Foto: Christin Klose
Was ist das ei­gent­lich: Al­ters­vor­sor­ge? Kann das auch das ab­be­zahl­te Ei­gen­heim sein, das im Al­ter miet­f­rei zur Ver­fü­gung steht?So ist es. Nur: Die ei­ge­ne Im­mo­bi­lie wird als selbst­ver­ständ­lich ge­se­hen und oft gar nicht als Schatz fürs Al­ter wahr­ge­nom­men.

Am bekanntesten unter den Vorsorgemöglichkeiten sind die Riester-Rente und der Fonds-Sparplan - und dann wird es schon unübersichtlich bei und mit Lebens- oder Rentenversicherungen.

Bei einer privaten Rentenversicherung zahlt der Versicherungsnehmer Geld ein, das von der Versicherungsgesellschaft angelegt wird - die sich das allerdings bezahlen lässt. Am Ende der Laufzeit lässt sich das Geld entweder als lebenslange Rente oder als Einmalzahlung entgegennehmen.

Häufig sind auch Mischformen oder zusätzliche Absicherung, beispielsweise für Hinterbliebene, möglich. Lebensversicherungen enthalten in der Regel einen Todesfallschutz.

Um insgesamt flexibel zu sein, ist es sinnvoll, Sparen fürs Alter und Risikoschutz zu trennen. Das ist meist zudem günstiger. Nicht unberechtigt ist allerdings der Hinweis von Verbraucherschützern vor hohen Kosten in solchen Produkten.

Nicht ganz auf Steuern verzichten

Der Garantiezins für eine neu abgeschlossene Rentenversicherung liegt derzeit bei 0,9 Prozent. Zum 1. Januar 2022 wird der Zins auf 0,25 Prozent abgesenkt. Dem gegenüber stehen immer (hohe) Abschluss- und Verwaltungskosten. Auch bei fondsgebundenen Produkten müssen für die Rendite-Erwartung die Kosten gegenübergestellt werden. Deutlich zugenommen hat der Bereich der betrieblichen Altersvorsorge, die nur für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte möglich ist: Das ist meist eine Lebensversicherung. Dabei wird ein Teil des Bruttogehalts umgewandelt, bevor Steuern und Sozialabgaben anfallen. So ist der Betrag, der im Vertrag landet, schnell doppelt so hoch wie der, der auf dem Konto fehlt. Dafür fallen auf Betriebsrenten meist höhere Beiträge zur Krankenversicherung an. Bei der Betrieblichen Altersvorsorge ist das das Steuer- und Sozialversicherungsbrutto gesenkt - und damit die gesetzliche Rente.

Ganz auf Steuern verzichtet der Staat auch bei der Rürup- oder Basis-Rente nicht. Hier können die Beiträge im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht werden. Bei der Riester-Rente gibt es direkte Zulagen, auch für Kinder, die Beiträge können aber auch steuerlich geltend gemacht werden. Allerdings zieht das Finanzamt mit der Günstigerprüfung die bereits gezahlten Zulagen vom Steuervorteil ab.

Basis- oder Riester-Renten werden meist als Rentenversicherung angeboten In vielen Verträgen verbergen sich hohe Kosten: Bei manchen Riester-Tarifen können sie die Zulagen komplett auffressen. Zudem sind bei beiden Anlage-Formen das Kapitalwahlrecht und die Vererbbarkeit eingeschränkt oder ausgeschlossen.

Eine hohe Sicherheit bei sehr geringen oder oft sogar gar keinen Kosten bieten Bank-Sparpläne. Dafür ist die Rendite-Erwartung höchst überschaubar.

Die Welt der Fonds

Vielfältig ist die Welt der Fonds, die Geld der Anleger einsammelt und in Renten-Papiere, Aktien, andere Fonds oder Immobilien investiert oder breit streut. Vor allem Aktienfonds locken mit einer guten Rendite-Erwartung und bieten eine Streuung über viele Einzeltitel, die ein Kleinanleger alleine nie hinbekommen würde.

Auch die gesetzliche Rentenversicherung kann Teil der privaten Altersvorsorge werden: Unter bestimmten Umständen sind sind freiwillige Zahlungen möglich: Das kann Sinn ergeben. Denn diese Zahlungen werde wie Einzahlungen in Basis-Renten steuerlich behandelt.

Die Serie zum Ordner

Dienstag, 8. Juni: Gesetzliche Rente

Freitag, 11. Juni: Geförderte Modelle der privaten Altersvorsorge

In dieser Ausgabe: Ungeförderte Modelle der privaten Altersvorsorge

Freitag, 18. Juni: Pflegegrade

Dienstag, 22. Juni: Pflegekosten

Freitag, 25. Juni: Vorsorgevollmacht

Dienstag, 29. Juni:

Patientenverfügung

Freitag, 2. Juli: Das Testament

Dienstag, 6. Juli: Zehn Dinge, die nach dem Todesfall zu regeln sind

Freitag, 9. Juli: Was passiert mit der

Wohnung?

Dienstag, 13. Juli: Tabu Sterbehilfe, die Rechtslage in Deutschland

Freitag, 16. Juli: Das digitale Erbe

Dienstag, 20. Juli: Wie Trauerredner trösten

Freitag, 23. Juli: Was kostet dieBestattung?

Dienstag, 27. Juli: AlternativeFormen der Bestattung

Freitag, 30. Juli: Wenn der Partner stirbt, wann zahlt welche Versicherung?

Dienstag, 3. August: Im Hospiz soll niemand allein sterben

bAlle Beiträge werden eingestellt in das Online-Dossier www.main-echo.de/vorsorge

Der Vorsorge-Ordner

Im Vorsorge- Ordner des Medienhauses Main-Echo finden alle wichtigen Dokumente ihren geordneten Platz. Außerdem enthält der Ordner Links, wichtige Adressen, praktische Tipps und ergänzende Informationen zu den Themenbereichen

• Persönliches

• Finanzen

• Vollmachten

• Medizinische Daten

• Nachlassregelung.

Abonnenten bezahlen für den Vorsorge-Ordner 22,90 Euro, zzgl. 5,90 Euro Versandkosten. Nicht-Abonnenten zahlen 28,90 Euro plus 5,90 Euro Versandkosten.

Der Ordner kann unter

main-echo.de/vorsorgeordner oder unter 06021/ /396-405

gekauft werden.

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