Verbeugung vor zupackenden Mittelständlern

Gründerpreis: Sparkasse Aschaffenburg-Alzenau ehrt Möbelhaus-Gründer Heinrich Kempf für Lebenswerk und Qualitätsservice Welzbacher

Aschaffenburg
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Erfolgsduo bei QSW: Bernd Welzbacher und Judith Derrra.
Foto: Nagel
Ausgezeichnet: Preisträger Heinrich Kempf (2.v.l.) und Markus Nagel (3.v.l.), eingerahmt von Sparkassendirektor Jürgen Schäfer (links) sowie den Vorstandsmitgliedern Sandra Peetz-Rauch und Frank Oberle. Foto: Breitenbach
Foto: Andre_Breitenbach
Die In­lands­nach­fra­ge ist hoch, die Auf­trags­la­ge ins­ge­s­amt or­dent­lich. Das spürt auch der Mit­tel­stand in der Re­gi­on, der um­ge­kehrt für Ar­beits­plät­ze und Ein­kom­men sorgt. Zwei sol­cher Un­ter­neh­men wür­digt die Spar­kas­se Aschaf­fen­burg-Al­zenau all­jähr­lich: Heu­er gin­gen die Prei­se an QSW (Qua­li­täts­ser­vice Welz­ba­cher) so­wie an Hein­rich Kempf (Le­bens­werk).
Verliehen werden die Gründerpreise beim Aschaffenburger Mittelstandstag, dessen neunte Auflage am Mittwochabend zahlreiche Firmenchefs ins Martinushaus Aschaffenburg lockte.
QSW-Geschäftsführer Bernd Welzbacher kann sich über den »Aufsteiger-Preis« freuen. Er hat 2009 in Aschaffenburg das Unternehmen gegründet, zu einem wirtschaftlich schwierigen Zeitpunkt, als die Bankenkrise die Weltwirtschaft zum Taumeln gebracht hatte. Dennoch habe er sich nicht von seiner Idee abbringen lassen - im Gegenteil: Er habe neue Chancen gesehen, mit Mut, Weitsicht und seiner zupackenden und dynamischen Partnerin Judith Derra einen erfolgreichen Betrieb geschaffen, lobte Sparkassen-Vorstandsmitglied Frank Oberle.
QSW prüft unter anderem für die Automobilindustrie Bauteile, darunter Lenkräder, die vor Ort auch nachbearbeitet werden. Ziel ist es, Produktionsausfälle und die daraus entstehenden Kosten zu reduzieren - dafür hat das Unternehmen auch einen 24-Stunden-Service eingerichtet.
2009 startete die Firma mit zehn Beschäftigten, inzwischen hat sie rund 40 Mitarbeiter und Standorte in Aschaffenburg-Strietwald, Stockstadt und Sindelfingen sowie in Rumänien. Bei all dem Erfolg zeichne sich Bernd Welzbacher durch eine »sympathische Bescheidenheit aus«, hob Frank Oberle hervor.
Preisträger in Flitterwochen
Persönlich überreichen konnte Oberle den Preis allerdings nicht, denn Bernd Welzbacher und dessen Partnerin Judith Derra haben kürzlich geheiratet und sind derzeit in den lange geplanten Flitterwochen. In Vertretung nahm Welzbachers Neffe und QSW-Mitarbeiter Markus Nagel den Preis entgegen.
Für das Lebenswerk ehrte die Sparkasse heuer Heinrich Kempf, den Oberle als »sehr beeindruckende Unternehmerpersönlichkeit« charakterisierte. Der Schreinermeister habe »aus kleinen Anfängen eine Firma geschaffen, die heute alle kennen« und über 600 Mitarbeiter hat. Kempf habe bis heute ein Lebensmotto verfolgt: »Das Ziel nicht vergessen, den Weg nicht verlassen, den Mut nicht verlieren.« Erfolgreiches Unternehmertum baue auf Können, Fleiß und Mut, urteilte der Redner, all dies treffe auf Heinrich Kempf zu, den Oberle abschließend als »verdienten und würdigen Preisträger« bezeichnete.
1932 Start mit Schreinerei
Die Geschichte des Unternehmens begann 1932 mit der Gründung der Kempf-Schreinerei in Leidersbach, 1959 wurde das Möbelhaus in Sulzbach eröffnet, 1988 kam der Standort in Bad König dazu, im Jahr 2000 dann das Einrichtungszentrum in Aschaffenburg-Nilkheim.
Sparkassendirektor Jürgen Schäfer hatte eingangs das aktuelle Geschäftsklima als gut bezeichnet, insgesamt gebe es viel Zuversicht. Zufrieden zeigte er sich auch mit der Situation der Sparkasse. Demnach stiegen sowohl die Kundenzahl wie auch die Kreditvergabe. Schließlich durfte sich kürzlich auch die Sparkasse über einen Preis freuen: Bei einem Beratungstest von »Focus-Money« belegt sie einen bundesweiten Spitzenplatz.
Andre Breitenbach
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