New Yorks grüne Oasen: Ab zur Beeren-Ernte in die Bronx

USA: »Big Apple« steht für Trubel - Doch die Weltstadt kann auch anders - Vier Ruheoasen, die Erholung bieten und überraschen: mit Kunst, Kräutern und Panoramen

NEW YORK
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ARCHIV - Zum Themendienst-Bericht von Dörte Nohrden vom 9. Juni 2022: Für Gartenliebhaber auf New-York-Besuch ist ein Abstecher zum Wave Hill Garden fast schon Pflicht. Foto: Dörte Nohrden/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++ Bildunterschrift 2022-06-18 --> Für Gartenliebhaber auf New-York-Besuch ist ein Abstecher zum Wave Hill Garden fast schon Pflicht. Foto: Dörte Nohrden/dpa-tmn
Foto: Dörte Nohrden
Pop­sän­ge­rin Ali­cia Keys be­singt New York als »Con­c­re­te Jung­le«, als Dschun­gel aus Be­ton al­so. Tat­säch­lich scheint die 8,8-Mil­lio­nen-Me­tro­po­le zwi­schen Hud­son Ri­ver und Ro­c­ka­way Be­ach al­lein aus ei­ner Sky­li­ne von Wol­ken­k­rat­zern zu be­ste­hen.

Doch New York City ist mehr als Glas und Beton: 14 Prozent der Stadt sind bedeckt mit Grünflächen. Kleinere und größere Parks sind auch abseits des berühmten Central Parks versteckt und geben Einblicke in weniger bekannte Seiten der US-Metropole.

Eine nur achtminütige Fährfahrt von der Südspitze Manhattans entfernt, liegt eine oft übersehene Oase New York Citys: Governors Island. Wer auf der 70 Hektar großen, autofreien Insel anlandet, hat einen Weitblick auf die Skyline und die Freiheitsstatue.

In Hängematten baumeln

Im Parkbereich Hammock Grove kann man in versteckt gelegenen Hängematten baumeln. Lohnenswert, gerade auch für Kinder, ist der »Teaching Garden«, eine Art Gartenschule. Die »Friends of Governors« bieten kostenlose, einstündige Walking Touren über die Insel an. Auch Leihräder können gemietet werden.

Schon die Anreise zum Socrates Sculpture Park kann ein Genuss sein. Wer bereits am Pier 11 (Station Wall Street) im Süden Manhattans auf die Fähre hüpft, nähert sich New Yorks größtem Stadtteil Queens in schönster Weise. In 48 Minuten führt die Minikreuzfahrt unter vier Brücken hindurch, von der Brooklyn bis zur Queensboro Bridge und beschert Ausblicke auf die Stadt beiderseits des East Rivers.

Angelandet am Pier in Astoria, ist es nur ein kurzer Fußmarsch zum Socrates Sculpture Park. Dass hier am Flussufer bis in die späten 1980er Jahre nicht mehr als eine Müllhalde war, ist heute kaum noch vorstellbar. Einer engagierten Nachbarschafts- und Künstlercommunity ist es zu verdanken, dass ein Park entstand, der zugleich ein angesehenes Open-Air-Museum ist.

Im Sommerprogramm stehen neben Kunst- und Gartenprojekten auch kostenlose Aktivitäten wie Kurse zu Yoga und Meditation und sogar Kanutouren, die am nebenan gelegenen Hallett's Cove Beach starten. Bei alldem genießen Besucher einen Panoramablick über Roosevelt Island hinweg bis zur Upper East Side Manhattans.

Es ist ein surrealer Ort voller Kontraste: Der Concrete Plant Park am Bronx River ist New Yorks erster öffentlicher »Foodway«. In diesem Gemeinschaftsgarten zwischen Fluss und Amtrak-Bahngleisen darf ein jeder Kräuter und Früchte ernten.

»Bis Ende der 1980er Jahre war dies noch ein großes Betonwerk«, sagt Projektkoordinator Nathan Hunter und zeigt auf die verbliebenen, riesigen rostroten Zementsilos. »Dann wurde die Anlage geschlossen und der verlassene Platz zu einem traurigen Ort samt Müllhalde und Drogenumschlagplatz.« Nach Anwohnerprotesten eröffnete die zuständige Behörde NYC Parks 2009 hier schließlich eine neue Grünanlage.

Anfahrt: Mit U-Bahn (Subway) Nummer 6 bis zur Station Whitlock Avenue fahren.

Die Aussicht von der Pergola in Wave Hill am nordwestlichen Ende der Bronx lässt sich nur als spektakulär bezeichnen: Vom höchsten Punkt des Parks schweift der Blick gen Westen über weitere Gartenebenen, den glitzernden Hudson River und heftet sich an die bewaldeten Basalt-Steilklippen von New Jersey: »The Palisades«. Wave Hill ist der beste Beweis für die Vielfalt der ausgesprochen grünen Bronx. Der unweit gelegene Van Cortlandt Park sowie der Pelham Bay Park im Osten des Boroughs zählen zu den größten New Yorks. Anfahrt nach Wave Hill: mit der »Hudson Line« der North Metro Railroad von der Grand Central Station. Bereits die nur halbstündige Fahrt bietet Ausblicke auf Harlem River und Hudson River. Von der Station Riverdale ist es ein kurzer Fußmarsch den Hügel hinauf.

Hintergrund: New York City

Anreise und Formalitäten: Direktflüge nach New York gibt es von verschiedenen deutschen Flughäfen.

Einreise: Urlauber und Urlauberinnen aus Deutschland benötigen einen gültigen Reisepass und müssen sich online eine Einreiseerlaubnis (Esta) besorgen. Weiterhin muss eine vollständige Covid-19-Impfung nachgewiesen werden, zudem brauchen Einreisende ab 2 Jahren einen aktuellen negativen Corona-Test. Infos: Website der US-Botschaft

Informationen: NYC & Company c/o Aviareps Tourism, Josephspitalstraße 15, 80331 München (E-Mail: newyork@aviareps.com; Website: www.nycgo.com)

Hintergrund

Für Gartenliebhaber auf New-York-Besuch ist ein Abstecher zum Wave Hill Garden fast schon Pflicht. Foto:

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