Den Abschied vorbereiten

Auf alle Fälle vorgesorgt (Folge 13):Die Serie zum Vorsorge-Ordner des Medienhauses Main-Echo - Auch Trauer muss geplant sein

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Welche Musik soll bei der Trauerfeier gespielt werden? Das kann der Verstorbene zeitlebens festlegen. Foto: Freepik.com
Foto: africa-studio.com (Olga Yastremska and Leonid Yastremskiy)
In Kinofilmen ist das immer so einfach: Während der Trauerfeier geht einer der Angehörigen nach vorne und spricht warmherzige Worte über den Verstorbenen, streut die eine oder andere Anekdote zum Aufheitern der Trauernden ein - und sorgt so dafür, dass der Anlass würdevoll und ganz im Sinne des Toten begangen wird.

 

Ganz so einfach ist es in der Wirklichkeit meist doch nicht: Denn die wenigsten Menschen sprechen aus dem Stegreif und finden dabei die dem Anlass entsprechenden Worte - und gerade bei Trauernden sind die Gedanken in der Regel bei dem Verstorbenen, nicht über ihn. Deshalb macht es Sinn, sich schon zeitlebens zu überlegen, wer bei der Trauerfeier/Beerdigung sprechen sollte.

Texte und Musik

Natürlich: Gerade bei kirchlichen Bestattungen übernehmen ja Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Regel die erinnernden Worte - aber keine(r) von ihnen wird sich verwehren, wenn Angehörige des Verstorbenen einen Teil der Feier mit Textvorschlägen oder Musikwünschen mitgestalten wollen. Deshalb sollten Angehörige in jedem Fall vorab das Gespräch mit der Person suchen, die die Beerdigung zelebriert - falls das nicht zu klären ist, steht in der Regel das Bestattungsunternehmen bereit, um den Kontakt herzustellen. Im persönlichen Gespräch wird dann dargestellt, was den Verstorbenen zeitlebens ausmachte, welche Charaktereigenschaften ihn hervorhoben, welche Besonderheiten es ihn seinem Leben gab. Sinnvoll ist es dabei, Fotos zu diesem Gespräch mitzubringen, damit der Trauerredner den Verstorbenen auf diesem Weg besser kennenlernt.

Gerade wenn ein Mensch nach langer und schwerer Krankheit oder in hohem Alter stirbt, ist es häufig so, dass die Angehörigen sich eher an die glücklichen Zeiten erinnern wollen - ein eher unbewusstes Verhalten, das Kraft gibt, Schmerz zu verarbeiten. Eher schwierige Eigenschaften von Verstorbenen sprechen Trauerredner in der Regel nur an, wenn Angehörige dies ausdrücklich ansprechen und wünschen - und dann auch nur bis zu einem moralisch vertretbaren Rahmen. Immer häufiger kommt vor, dass Verstorbene selbst einen formulierten Lebenslauf hinterlassen und auch angeben, welche Texte gelesen oder Kompositionen gespielt werden sollen.

Hilfreich ist es ohnehin, vor dem eigenen Tod den Hinterbliebenen eine Leitlinie zu geben, wie die Bestattung sein soll: Urnen- oder eine Erdbestattung oder ein Friedwaldbegräbnis beispielsweise.

Die Serie zum Ordner

Dienstag, 8. Juni: Gesetzliche Rente

Freitag, 11. Juni: Geförderte Modelle der privaten Altersvorsorge

Dienstag, 15. Juni: Ungeförderte Modelle der privaten Altersvorsorge

Freitag, 18. Juni: Pflegegrade

Dienstag, 22. Juni: Pflegekosten

Freitag, 25. Juni: Vorsorgevollmacht

Dienstag, 29. Juni: Patientenverfügung

Freitag, 2. Juli: Das Testament

Dienstag, 6. Juli: Zehn Dinge, die nach dem Todesfall zu regeln sind

Freitag, 9. Juli: Was passiert mit der Wohnung?

Dienstag, 13. Juli: Tabu Sterbehilfe, die Rechtslage in Deutschland

Freitag, 16. Juli: Das digitale Erbe

In dieser Ausgabe: Wie Trauerredner trösten

Freitag, 23. Juli: Was kostet die Bestattung?

Dienstag, 27. Juli: AlternativeFormen der Bestattung

Freitag, 30. Juli: Wenn der Partner stirbt, wann zahlt welche Versicherung?

Dienstag, 3. August: Im Hospiz soll niemand allein sterben

 

bAlle Beiträge zu dieser Serie imOnline-Dossier www.main-echo.de/vorsorge

Der Vorsorge-Ordner

Im Vorsorge-Ordner des Medienhauses Main-Echo finden alle wichtigen Dokumente ihren geordneten Platz. Außerdem enthält der Ordner Links, wichtige Adressen, praktische Tipps und ergänzende Informationen zu den Themenbereichen o Persönliches o Finanzeno Vollmachten o Medizinische Dateno Nachlassregelung.

Abonnenten bezahlen für den Vorsorge-Ordner 22,90 Euro, zzgl. 5,90 Euro Versandkosten. Nicht-Abonnenten zahlen 28,90 Euro plus 5,90 Euro Versandkosten.Der Ordner kann unter main-echo.de/vorsorgeordner oder unter 06021/ /396-405gekauft werden.

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