Dax setzt zu Erholung an - Zinssorgen bleiben

Frankfurt/Main (dpa)
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Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
Nach einem Rückschlag wagt der Dax am Dienstag einen Erholungsversuch. Der deutsche Leitindex stieg am Ende der ersten Handelsstunde um 0,93 Prozent auf 15.915,56 Punkte. Er kehrte so im Vorjahresvergleich in die Gewinnzone zurück. Der MDax legte 0,55 Prozent auf 34.629,19 Zähler zu.

Maßgeblich waren die US-Börsen, die am Vorabend eine späte Gegenreaktion auf den jüngsten Rückschlag zeigten. Der Dow Jones erholte sich auf das Niveau vor Weihnachten, und der Nasdaq drehte knapp ins Plus. Dabei nutzten Anleger laut den Experten der Credit Suisse das niedrigere Niveau zum Einstieg. Sie sprachen von einer «Achterbahnfahrt» auf den Märkten. Verantwortlich für den Rutsch waren zuletzt vor allem Zinssorgen wegen der gestiegenen Inflation, die neben der Pandemie das zentrale Thema an den Börsen sind.

Bei den einzelnen Werten dominierten die zuletzt größten Verlierer. Die Aktien der Lieferdienste Delivery Hero und Hellofresh erholten sich um 4,8 beziehungsweise 2,9 Prozent. Delivery Hero rechnet nach der Übernahme des spanischen Konkurrenten Glovo in seinem Kerngeschäft bald damit, zumindest operativ profitabel zu werden. Hellofresh will derweil eigene Aktien zurückkaufen.

Aktien aus der Bankenbranche, die zuletzt als Profiteure steigender Zinsen gefragt waren, drehten nach unten. Die Papiere der Deutschen Bank verloren 1,7 Prozent. Jene der Commerzbank sanken um 2,8 Prozent. Als belastend empfanden Börsianer die Tatsache, dass sich der US-Hedgefonds Cerberus wohl von Aktienpaketen an den beiden Banken trennt.

Auch an Autowerten kühlte das Interesse ab. Die Papiere von Continental waren in der Branche mit einem Abschlag von gut einem Prozent ein Verlierer. Hier wurde auf dem Markt auf eine gestrichene Kaufempfehlung durch die Experten der Citigroup verwiesen.

Analystenkommentare sorgten ebenfalls für Bewegung. So empfehlen mit der Bank of America und dem Bankhaus Metzler gleich zwei renommierte Institute die Papiere von Henkel zum Kauf, für die es um 2,7 Prozent nach oben ging. Laut dem Metzler-Experten David Varga sind die Papiere trotz Gegenwinds reif für eine Erholung.

Derweil wurde die Bank RBC optimistisch, was Adidas betrifft. Die Papiere des Sportartikelkonzerns zogen um 3,4 Prozent an. Nach einer unterdurchschnittlichen Entwicklung im vergangenen Jahr sieht Analyst Piral Dadhania einen guten Einstiegszeitpunkt.

© dpa-infocom, dpa:220111-99-664651/3

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