Gutschrift: Nicht »wie«, sondern original

Wozu so ein Beilagensalat alles taugt

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Salat
Bei Edeka steht künftig auch ein vielfältiger Salat auf der Speisekarte.
Foto: Rolf Vennenbernd
Die Vorweihnachtszeit weckt in ihren besten Momenten Kindheitserinnerungen – und dazu bedarf es bisweilen nur weniger Zutaten: beispielsweise Karottenscheiben, kleingeschnittene Bohnen und Krautsalat. Darüber der obligatorische Blattsalat und etwas Mais, überflossen von einem leicht sämigen Dressing.


Das waren die Bestandteile des Beilagensalats am Sonntagmittag zur Gänsekeule mit Kartoffelklößen, Rotkraut und Bratapfel – geholt aus einer der noch wenigen Dorfwirtschaften im Mainviereck, die diese Bezeichnung rechtfertigen. Braten mit fetten Soßen gibt es da und andere Spezereien, die meinen Eltern und Großeltern einst Sonn- und Festtagsmenüs bedeuteten. Keine Sterne-Küche, keine Experimente und keine esskulturübergreifenden Fusionen. Einfach das, was früher Stall und Garten hergaben, um zu sättigen und zugleich das Gefühl zu geben, gut zu speisen.
Ganz offensichtlich gibt es ein Bedürfnis, zumindest das Gefühl des so Einfachen wie Schmackhaften zu genießen, denn wohl nicht zufällig bieten Discounter und Supermärkte ihre Produkte »wie von Mutter«, »nach Omas Rezeptur«, »aus der Landbäckerei« und »wie vom Hausmetzger« an. Nur sind sie trotzdem »wie« und »nach« und eben nicht original, ...
... wie eben dieser ganz einfache Beilagensalat aus einem Dorfgasthaus. Nichts Besonderes und doch besonders.

Stefan Reis

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