Altersvorsorge will geplant sein

Auf alle Fälle vorgesorgt (Folge 2):Die Serie zum Vorsorge-Ordner des Medienhauses Main-Echo - Die richtige Anlage fürs Alter finden

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Fürs Alter vorsorgen ist ein dynamischer Prozess. Auf die gesetzliche Rente allein sollte man sich nicht mehr verlassen. Foto: Patrick Pleul (dpa)
Foto: Patrick Pleul
Wie in Fol­ge 1 un­se­rer Se­rie be­reits dar­ge­s­tellt: Die Rent­ner der Zu­kunft kön­nen sich nicht mehr al­lein auf die ge­setz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung ver­las­sen, pri­va­te Al­ters­vor­sor­ge ist ein Muss.

Allerdings gibt es hier viele Möglichkeiten, um sein Geld für das Alter zur Seite zu legen. Und das bedeutet: Hier ist der Markt unübersichtlich - Eigeninitiative ist notwendig, um sich einen Überblick zu verschaffen. Bedacht werde sollte dabei immer: Fertige Konzepte für den individuellen Fall gibt es nicht.

Ohnedies ist zu bedenken: Die aktuelle Absicherung ist mindestens genauso notwendig wie das Sparen fürs Alter. Berufsunfähigkeitsversicherung, Risikolebensversicherung - wenn

andere vom eigenen Einkommen abhängig sind - und private Haftpflichtversicherung sind hier tragende Säulen. Außerdem sollten nach Möglichkeit zwei bis drei Netto-Haushaltseinkommen als Flüssigkeitsreserve vorhanden sein. Die können beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto liegen, sind also im Bedarfs- oder Notfall kurzfristig abrufbar. Nicht zuletzt: Gibt es weitere Sparziele für Investitionen? Ein neues Auto zum Beispiel oder Anschaffungen fürs Haus - wenn nicht gar eine neue Immobilie selbst?

Bei der der richtigen Anlageform fürs Alter stehen zahlreiche Entscheidungen an. Die Grundregel dabei: Kein Produkt hat nur Vorteile. Deshalb empfiehlt es sich, den Anlagebetrag zu streuen, um Risiken zu mindern. Altersvorsorgeprodukte, die am Ende die Zahlung einer lebenslangen Rente vorsehen, klingen gut - aber: Wer weiß schon, wie lange er lebt? Deshalb rentiert sich die Überlegung nach einer Anlage, die auf einen Schlag ausgezahlt wird. Manche Angebote bieten auch die Wahl. Staatlich geförderte Produkte wie Riester oder die betriebliche Altersvorsorge laufen in der Regel auf eine Rente hinaus.

Anlageformen mit höheren Renditen sind in der Regel risikoreicher, Sicherheit geht in der Regel auf Kosten des Ertrags. Sind Produkte besonders bequem zu verwalten, lässt der Anbieter sich das gerne bezahlen. Wer Geld vom Staat in Form einer Förderung abruft, verliert dafür an Flexibilität und zahlt Steuern und Sozialabgaben. Lebensversicherungsprodukte - für viele Deutsche immer noch erste Wahl in der Altersvorsorge - bergen anfangs oft hohe Kosten, sodass für diese Beträge der Zinseszinseffekt ausbleibt. Das gilt auch für aktiv gemanagte Investment-Fonds, die neben einem Ausgabeaufschlag eine Managementgebühr von in der Regel 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr berechnen. Sinn macht diese Anlageform nur, wenn sich der Fonds deutlich besser entwickelt als vergleichbare Formen.

Die Streuung kann also zum Beispiel bedeuten: Mit einem sicheren Banksparplan beginnen und später Investmentfonds aufzunehmen. Als grober Richtwert für einen Investitionsbetrag gelten 10 bis 15 Prozent des Brutto-Einkommens - abhängig vom eigenen Alter. Wer weniger Zeit bis zur Rente hat, muss mehr sparen.

Stellen Sie alle 3 bis 5 Jahre ihre Anlagen auf den Prüfstand: Denn Lebensumstände können sich ändern, Geldanlagen nicht wie gehofft entwickeln. Beratungen bei der Verbraucherzentrale können hier helfen. > Seite 7

Der Vorsorge-Ordner

Im Vorsorge- Ordner des Medienhauses Main-Echo finden alle wichtigen Dokumente ihren geordneten Platz. Außerdem enthält der Ordner Links, wichtige Adressen, praktische Tipps und ergänzende Informationen zu den Themenbereichen

• Persönliches

• Finanzen

• Vollmachten

• Medizinische Daten

• Nachlassregelung.

Abonnenten bezahlen für den Vorsorge-Ordner 22,90 Euro, zzgl. 5,90 Versandkosten. Nicht-Abonnenten zahlen 28,90 Euro plus 5,90 Euro Versandkosten.

Der Ordner kann unter

main-echo.de/vorsorgeordner oder unter 06021/ /396-405

gekauft werden.

Die Serie zum Ordner

Dienstag, 8. Juni: Gesetzliche Rente

Auf dieser Seite: Geförderte Modelleder privaten Altersvorsorge

Dienstag, 15. Juni: Ungeförderte Modelle der privaten Altersvorsorge

Freitag, 18. Juni: Pflegegrade

Dienstag, 22. Juni: Pflegekosten

Freitag, 25. Juni: Vorsorgevollmacht

Dienstag, 29. Juni:

Patientenverfügung

Freitag, 2. Juli: Das Testament

Dienstag, 6. Juli: Zehn Dinge, die nach dem Todesfall zu regeln sind

Freitag, 9. Juli: Was passiert mit der

Wohnung?

Dienstag, 13. Juli: Tabu Sterbehilfe, die Rechtslage in Deutschland

Freitag, 16. Juli: Das digitale Erbe

Dienstag, 20. Juli: Wie Trauerredner trösten

Freitag, 23. Juli: Was kostet dieBestattung?

Dienstag, 27. Juli: AlternativeFormen der Bestattung

Freitag, 30. Juli: Wenn der Partner stirbt, wann zahlt welche Versicherung?

Dienstag, 3. August: Im Hospiz soll niemand allein sterben

bAlle Beiträge werden eingestellt in das Online-Dossier www.main-echo.de/vorsorge

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