Dienstag, 19.02.2019

Schleichwerbung mit Plüsch-Elefant?

Justiz:Klage gegen Cathy Hummels

MÜNCHEN
Kommentieren
11.02.2019, Bayern, München: Cathy Hummels sitzt vor Verhandlungsbeginn im Landgericht München I im Gerichtssaal. Die Frau des Fußball Profis M. Hummels muss sich in einem Zivilprozess wegen verbotener Werbung auf der Social-Media-Plattform Instagram verantworten. Foto: Tobias Hase/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Bildunterschrift 2019-02-12 --> Cathy Hummels. Foto: Tobias Hase (dpa)
Foto: Tobias Hase

Ins­ta­gram-Be­rühmt­heit Ca­thy Hum­mels wehrt sich vor Ge­richt ge­gen den Vor­wurf un­er­laub­ter Wer­bung. »Ich bin mir kei­ner Schuld be­wusst«, sag­te die Ehe­frau von Fuß­ball­pro­fi Mats Hum­mels am Mon­tag vor dem Münch­ner Land­ge­richt.

Die Vorsitzende Richterin Monika Rhein ließ in der mündlichen Verhandlung durchblicken, dass sie Zweifel an der Argumentation des klagenden Verbands Sozialer Wettbewerb hat. Das Urteil über die Klage wegen unlauteren Wettbewerbs soll am 29. April fallen.

465 000 Follower

Der Verband hat Hummels abgemahnt, weil sie in gut einem Dutzend Instagram-Beiträgen für ihre 465 000 Follower die Hersteller ihrer Schuhe und Bekleidung genannt und die Webseiten der Unternehmen verlinkt hatte. Bei diesen »streitgegenständlichen« Beiträgen geht es ausschließlich um Produkte, für die die Spielerfrau nach eigenen Worten keinerlei Gegenleistungen erhalten hat. Dazu zählt ein Pullover der Luxusmarke Miu Miu. Der in Berlin ansässige Verband wirft ihr jedoch unerlaubte Werbung vor. »Das müsste schon in den einzelnen Beiträgen gekennzeichnet sein«, sagte der vom VSW beauftragte Anwalt Franz Burchert.

Ein zentraler Streitgegenstand hat nichts mit Mode zu tun: der blaue Plüsch-Elefant von Sohn Ludwig. Hummels hatte ein Bild auf Instagram veröffentlicht, auf dem sie das Gesicht ihres Kinds mit dem Stofftier verdeckt. »Diesen Elefanten habe ich von meiner Tante und meiner Cousine zur Geburt meines Sohnes bekommen«, sagte sie.

Werbeverträge mit Modefirmen

Nicht gestritten wird dagegen um die Werbeverträge, die Hummels mit mehreren Modefirmen abgeschlossen hat. Denn die Instagram-Beiträge zu deren Produkten kennzeichnet die frühere Moderatorin als »bezahlte Partnerschaft«.

Hummels betonte: »Ich mache das alles ehrlich und transparent.« Ihr Argument: Ohne Gegenleistung der Hersteller auch keine Werbung. Publik wurde bei der Verhandlung, wer die Instagram-Fotos im Hause Hummels aufnimmt: Oft eine Freundin, die Haushälterin oder Ehegatte Mats: »Mein Mann macht auch welche, aber der ist nicht so gut darin.«

Hintergrund

Cathy Hummels.

Foto:

Lade Inhalte...
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!