Montag, 18.02.2019

Hat Bruder von Bezos-Geliebter Nacktfotos abgegeben?

Affäre:Seit Tagen bekriegen sich der schwerreiche Amazon-Chef und ein namhaftes US-Klatschblatt öffentlich

WASHINGTON
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Geliebte von Jeff Bezos: Lauren Sanchez. Foto: Nina Prommer/EPA (dpa)
Foto: Nina Prommer

Der St­reit über inti­me Pri­vat­fo­tos von Ama­zon-Chef Jeff Be­zos dreh­te sich bis­lang vor al­lem um Er­pres­sungs­vor­wür­fe und an­geb­li­che po­li­tisch mo­ti­vier­ten In­t­ri­gen. Jetzt scheint sich die Schlacht der An­wäl­te auch noch zu ei­ner Fa­mi­li­en­af­fä­re aus­zu­wach­sen.

Denn die Nacktfotos und pikanten Textnachrichten des wohl reichsten Mannes der Welt soll ausgerechnet der Bruder von dessen Geliebter Lauren Sanchez an das Boulevardblatt »National Enquirer« durchgestochen haben. Das berichtete die US-Nachrichtenplattform »The Daily Beast«,

Unterstützer von Donald Trump

Das Newsportal beruft sich auf mehrere Quellen innerhalb des »Enquirer«-Verlags American Media Inc (AMI). Eine weitere Quelle außerhalb des Verlags - aber mit direktem Kontakt zur AMI-Spitze - habe bestätigt, dass Michael Sanchez als Schuldiger ausgemacht worden sei. Er ist ein bekennender Unterstützer von Donald Trump und steht mehreren Personen aus dem Umfeld des US-Präsidenten nahe.

Bezos hatte Privatermittler beauftragt, um denjenigen ausfindig zu machen, wer die Nacktfotos und Textnachrichten an den »National Enquirer« weitergegeben hat. Dem Klatschblatt und AMI-Chef David Pecker, einem langjährigen Vertrauten Trumps, warf der Multimilliardär Erpressung mit übelsten Methoden vor. Der Verlag habe von ihm verlangt, private Ermittlungen zu einer schon publizierten Enthüllungsgeschichte über sein Privatleben zu stoppen und zu erklären, dass diese Veröffentlichung nicht »politisch motiviert oder durch politische Kräfte beeinflusst war«. Andernfalls würde neues Material unter der Gürtellinie veröffentlicht.

Hintergrund ist die Trennung des »Washington Post«-Besitzers von seiner Ehefrau MacKenzie - und sein Verhältnis mit der früheren TV-Moderatorin Sanchez. Das Paar hatte am 9. Januar bekanntgegeben, sich nach 25 Ehejahren scheiden zu lassen - und dabei außereheliche »Erkundungen in Liebesdingen« angedeutet. Laut der »Washington Post« hatte der »Enquirer« Bezos kurz zuvor informiert, dass er eine Geschichte über dessen Seitensprung mit Sanchez veröffentlichen werde. Kurz nach Ankündigung der Scheidung machte das Blatt dann die Affäre öffentlich und publizierte »schlüpfrige Textnachrichten und schwärmerische Liebesnotizen« der beiden.

In dem neuerlichen Schlagabtausch beider Seiten geht es um bislang unveröffentlichtes Material. Doch statt vor seinen »Erpressern« zu kapitulieren, drehte Bezos den Spieß am Donnerstag um und stellte offenkundig von AMI-Verantwortlichen verschickte E-Mails ins Netz, um den Verlag in Erklärungsnot zu bringen - trotz darin enthaltener Peinlichkeiten für ihn selbst.

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