Miss Germany: Sophie ist so nah dran

Contest: Entscheidung am 19. Februar - Was die Lohrerin gerade im Miss-Germany-Camp erlebt

Lohr a.Main
3 Min.

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Mehr zum Thema: Miss Germany 2022
Sophie Breuer aus Lohr (zweite von links) im Camp im Europapark Rust. Bildunterschrift 2022-02-08 --> Sophie (Zweite von links) im Camp im Europapark.
Foto: Miss Germany
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Sophie mit weiteren Kandidatinnen im Camp in Rust. Foto: Miss Germany
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Daheim in der Schneewittenstadt Lohr. Wer ist die Schönste im Land? Foto: Friedrich
Foto: Björn Friedrich
QR zur Blickpunktstory Sophie Breuer
Foto: kein
Am 19. Fe­bruar soll fest­ste­hen, wie die neue Miss Ger­ma­ny heißt. Zu­vor ent­schei­det sich im Halb­fi­na­le am 16. Fe­bruar, ob es So­phie Breu­er (22) aus Lohr (Kreis Main-Spess­art) in die Fi­nal­run­de der Top 10 schafft und am En­de so­gar den Ti­tel mit nach Hau­se ins Main­vier­eck bringt. Jetzt schon ist sie so nah dran.

Zunächst aber geht es weiter im »Personality Camp« - so nennt die veranstaltende Miss Germany Cooperation den gemeinsamen Aufenthalt der Kandidatinnen mit Trainingseinheiten und Coachings im Europark Rust. Bereits am 2. Februar sind die jungen Frauen hier eingezogen, um sich auf die nächsten Entscheidungen vorzubereiten.

Vor der Pandemie hatten die Bewerberinnen zu Traumzielen in Europa und auch zu Camps nach Ägypten reisen dürfen, inzwischen ist der Europapark Heimstatt geworden. In der festlichen »Arena« des Parks fanden in Zeiten vor Corona ohnehin die großen glamourösen Final-Galas statt.

Allerdings läuft auch im Jahr 2022 die Wahl wieder in kleinerem Rahmen unter strengen Hygiene-Regeln ab; auch Sophie Breuer ist selbstverständlich gegen eine mög-liche Covid-Erkrankung geimpft, wie sie unserer Redaktion im Vorfeld erläutert hatte.

So laufen die Vorbereitungen

Unter anderem folgende Lektionen standen in den ersten Februar-Tagen im Camp in Rust auf dem Programm:

Styling-Training (mit TV-Styling-Ikone Astrid Rudolph), Pitch-Training (wie stelle ich meine Persönlichkeit in nur zwei Minuten überzeugend vor?), Podcast-Aufnahmen, Mimik-Training, Medien-Training, Foto-Shootings, Video-Produktionen, natürlich Fittings und Umstyling beim Haar-Stylisten.

Interessant: Die Camp-Experten hatten Sophie eigentlich vorschlagen wollen, ihre blonden Haare mit Extensions zu verlängern. Weil Sophie deshalb allerdings schon selbst zwei Wochen zuvor beim Friseur war, entschieden sich die Stylisten in Rust für Stufen in ihrer Mähne und eine neue Farbnuance.

Sophie hatte immer wieder auf ihren eigenen Kanälen in den sozialen Medien von den Erlebnissen im Europark erzählt, war begeistert - musste sich aber auch das hier zu Herzen nehmen: Ihr Pitch sei noch nicht gut genug. Noch habe sie nicht genau auf den Punkt gebracht, was an ihr einzigartig sei, was ihre Botschaft sei. Also: an sich arbeiten. Sophie reagierte enttäuscht und gleichzeitig enorm motiviert: »Feedback ist so wichtig«, sagte sie.

Ansonsten im Camp: Think Big. Die Kandidatinnen haben immerhin schon ihre eigenen Autogramm-Karten überreicht bekommen. Und ach ja: Der Camp-Bus, der die Mädels chauffiert, ist an den Fenstern starlike mit den hübschen Konterfeis der Kandidatinnen beklebt. Auch hier gingen die Handys hoch, um den Anblick in Video und Foto aufzunehmen. Denn: So gut wie keine Bewerberin, die das Camp nicht zum Ereignis auf ihrem Instagram-Kanal gemacht hatte.

Diese Woche geht es im Camp weiter. Die nächsten Coachings stehen an. Und egal, wohin sich alles entwickelt: Der Erfolg ist jetzt schon riesig für die Lohrerin Sophie Breuer, die gerade ihre Ausbildung zur Fachfrau für Marketingkommunikation bestanden hat und schon seit einiger Zeit als selbstständige Unternehmerin und Influencerin auf Instagram arbeitet. Hier will sie authentisch sein, Frauen motivieren, sie selbst zu sein, sich von keinem Schönheitsideal treiben zu lassen. Genau das ist ihre Botschaft, mit der sie sich beim Miss-Germany-Contest von Anfang an beworben hatte.

Wie Sophie hatten rund weitere 12.000 Frauen auf den Aufruf der Miss Germany Cooperation reagiert. 160 suchten die Veranstalter aus, um den Contest im Frühherbst vergangenen Jahres zu starten. Zunächst kamen 80 Kandidatinnen weiter, dann 40. Dann sollten es 20 sein.

Die Top 20 sind diesmal 22

Weil die Miss Germany-Expertinnen und -Experten diesmal allerdings von 22 jungen Frauen so beeindruckt waren und ihnen eine reelle Chance auf den Titel einräumen, steht das Rust-Camp jetzt unter dem Zeichen der Top 22.

Bis in die Top 40 hatte es auch die Aschaffenburgerin Shannon Gäde geschafft. Inzwischen lebt sie in Baden-Württemberg, arbeitet als Redakteurin für ein Video-Format und geht weiter privat mit ihrer Botschaft in die Öffentlichkeit, Survivor sexualisierter Gewalt zu sein; sie will damit Tabus brechen und auf Missstände aufmerksam machen.

Was Miss Germany 3.0 bedeutet

Die Miss Germany Cooperation sucht seit drei Jahren nicht mehr wie Jahrzehnte zuvor Deutschlands schönste Frau, sondern Deutschlands authentischste Frau mit Botschaft. Modelmaße sind keine Bedingung, ledig zu sein auch nicht mehr. Vorbei ist auch der Auftritt in Bademoden. Wer jetzt ins Camp in Rust eingeladen ist, erzählt starke Geschichten. Gina aus Düsseldorf zum Beispiel, die bei einem Unfall einen Arm verloren hat. Oder Dilara aus Frankfurt, die ehrenamtlich als Impfdokumentationshilfskraft arbeitet.

Also: Wer wird am 19. Februar Miss Germany 3.0?

bBlickpunkt-Story zu Sophie Breuer mit Video auf main-echo.de

Hintergrund

Sophie (Zweite von links) im Camp im Europapark.Foto:

Hintergrund: Dominika und wie die Wahl mal war

Dominika Starostik war im Jahr 2016 die letzte Kandidatin, die es aus dem Mainviereck in die Top-10-Finalrunde des legendären Miss-Germany-Wettbewerbs geschafft hatte. Im Februar vor sechs Jahren trat die Elsenfelderin aus dem Kreis Miltenberg bei einem großen Gala-Abend in der »Arena« des Europapark Rust auf. Der Saal war dicht gefüllt, in der Jury saßen Promis, das Showprogramm lief auf Hochtouren. Dominika und die anderen neun Kandidatinnen zeigten sich in Bademoden und Abendkleid. Zwar reichte es für Dominika Starostik nicht aufs Treppchen, jedoch erhielt sie danach Model-Angebote. Schon rund ein Jahr später stieg sie allerdings aus der Branche aus.

Begonnen hatte Dominikas Miss-Germany-Karriere bei einem Contest vor Jury und Publikum in Bürgstadt (Kreis Miltenberg), wo sie den Titel der Miss Mainfranken holte, später wurde sie zur Miss Süddeutschland gewählt. Inzwischen hat die Miss Germany Cooperation den Wettbewerb komplett umgestellt. Weg von einem reinen Schönheitscontest auf dem Weg zu einem Frauenbild, das in die Zeit passen soll. Gesucht sind authentische Frauen, die eine eigene Aussage haben. Statt Laufsteg-Präsentationen gibt es »Live-Experiences« mit Video-Produktion und ähnlichem ohne Publikum. Vieles läuft virtuell. Einzig das Finale ist weiterhin ein echtes Live-Ereignis. (mkl)

Hintergrund

Jetzt schon ein echter Erfolg für Sophie Breuer - wird sie auch die Titel-Schärpe

tragen?

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