Anklage wegen illegaler Millionentransfers ins Ausland erhoben

Geldgeschäfte

Düsseldorf
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Kommunalwahl in Hessen
ARCHIV - 04.02.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Wahlplakate verschiedener Parteien sind an Laternenmasten in der Frankfurter Innenstadt angebracht. In Hessen sind am 14. März rund 4,7 Millionen Wählerinnen und Wähler aufgerufen, neue Kommunalparlamentde zu wählen. (zu dpa «Riesige Wahlzettel und viele Kreuze - Warum ist Kommunalwahl wichtig?») Foto: Arne Dedert/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: Arne Dedert (dpa)
Nach einer Großrazzia im Jahr 2019 hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf Anklage gegen sieben Männer wegen mutmaßlich illegaler Millionentransfers ins Ausland erhoben.

Den Angeschuldigten werden die Bildung einer kriminellen Vereinigung und Verstöße gegen das Waffen- sowie das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz vorgeworfen, wie die Behörde am Freitag mitteilte. Die Gruppe soll ein sogenanntes Hawala-System aufgebaut haben, um Kunden - außerhalb des staatlich genehmigten Banken- und Finanzwesens - die Möglichkeit zu geben, Geld zu überweisen. Insbesondere zwischen Deutschland und der Türkei sei dabei Geld verschoben worden. Das Volumen an einem Werktag habe bis zu einer Million Euro betragen.

Dem mutmaßlichen Rädelsführer wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Erbringung unerlaubter Zahlungsdienste in 2367 Fällen vorgeworfen. Die Gesamtsumme aus diesen Transaktionen belaufe sich auf rund 213 Millionen Euro. Ein Hawala-System wird für Geldüberweisungen abseits traditioneller Bankkanäle genutzt.

In dem Fall hatte es im November 2019 eine Großrazzia in mehreren Bundesländern gegeben. Polizei, Steuerfahndung und Justiz gingen in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Hamburg, Berlin, Baden-Württemberg und in den Niederlanden gegen die Beschuldigten vor. Dabei sicherten sie unter anderem mehr als sechs Millionen Euro Bargeld. Das Landgericht Düsseldorf hat nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht über die Eröffnung eines Hauptverfahrens entschieden. 

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