Terrorprozess gegen mutmaßlichen Rechtsextremisten

Frankfurt/Main (dpa)
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Terrorprozess
Die Bundesanwaltschaft wirft dem Angeklagten unter anderem die versuchte Gründung einer terroristischen Vereinigung vor.
Foto: Arne Dedert/dpa
Ein 20-Jähriger aus Nordhessen soll Sprengkörper gebaut und Anschläge geplant haben. Dafür soll er im Netz auf der Suche nach Gleichgesinnten gewesen sein. Jetzt beginnt der Prozess gegen ihn.

Er soll Sprengkörper gebaut und versucht haben, eine rechtsextremistische terroristische Vereinigung zu gründen: Am Dienstag hat vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt der Prozess gegen einen mutmaßlichen Rechtsextremisten begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft dem 20 Jahre alten Mann aus Nordhessen die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Marvin E. plante demnach aus rechtsextremistischen Motiven Anschläge mit Schusswaffen und Sprengsätzen. In sozialen Medien suchte er nach Ansicht der Bundesanwaltschaft über Wochen hinweg nach Gleichgesinnten für eine Terrororganisation.

Über das Internet bezog E. demnach Zubehör für den Bau von Sprengkörpern, unter anderem Stahlkugeln und Zündschnüre. Er habe Sprengkörper hergestellt und getestet. Bei seiner Festnahme hätten die Ermittler mehrere einsatzfähige Sprengmaterialien und elf einsatzbereite elektronische Zündungen, sagte der Vertreter der Bundesanwaltschaft bei der Verlesung der Anklage.

Der mit drei Berufsrichtern besetzte Staatsschutzsenat muss entscheiden, ob das Jugendstrafrecht gegen den Angeklagten zur Anwendung kommt, da er die Taten als Heranwachsender im Alter von 19 Jahren begangen haben soll. Marvin E. sitzt seit seiner Festnahme im September 2021 in Untersuchungshaft.

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