Montag, 17.12.2018

Frankreich wappnet sich gegen Krawalle

Proteste:Regierung mobilisiert 65 000 Polizisten - Macron kommt »Gelben Westen« weiter entgegen

PARIS.
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Fran­k­reich rüs­tet sich mit ei­nem mas­si­ven Auf­ge­bot an Si­cher­heits­kräf­ten ge­gen neue Aus­sch­rei­tun­gen. Für Sams­tag sei­en 65 000 Po­li­zis­ten und an­de­re Ord­nungs­kräf­te mo­bi­li­siert wor­den, teil­te Pre­mier­mi­nis­ter Édouard Phi­l­ip­pe im Se­nat mit. Es han­de­le sich um »au­ßer­ge­wöhn­li­che Mit­tel«.

Am Samstag soll es wieder Demonstrationen der »Gelben Westen« geben.

Die französische Regierung fürchtet am Wochenende eine neue Eskalation der Gewalt. Unterdessen breitet sich der Protest im Land auf weitere gesellschaftliche Gruppen aus. Am vergangenen Wochenende lieferten sich Demonstranten bei Protesten in Paris der »Gelben Westen« Straßenschlachten mit der Polizei. Autos gingen in Flammen auf, Geschäfte wurden geplündert. Die Polizei nahm über 400 Menschen fest - ein Niveau, das in den vergangenen Jahrzehnten nicht erreicht wurde.

Es ist mittlerweile das vierte Wochenende in Folge, an dem mit großen Aktionen im Land protestiert wird. Die »Gelben Westen« demonstrieren seit Mitte November gegen geplante Steuererhöhungen auf Benzin und Diesel - mittlerweile ist der Protest aber viel allgemeinerer Natur und richtet sich gegen die Regierung und Präsident Emmanuel Macron.

Rat zu Demonstrationsverzicht

Premier Philippe erklärte, Innenminister Christophe Castaner rufe dazu auf, am Samstag nicht in Paris zu demonstrieren. Es sei nicht verboten, zu demonstrieren - allerdings würden so Demonstranten nicht die Falle von Schlägern geraten.

Frankreichs Präsident Macron war den Demonstranten ein Stück weiter entgegengekommen und hatte angekündigt, die geplanten Steuererhöhungen für Benzin und Diesel für das Jahr 2019 außer Kraft zu setzen. An diesen Erhöhungen hatte sich der Protest der »Gelben Westen« entzündet. Mit öffentlichen Auftritten hielt sich der Präsident aber zurück.

dpa
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