Donnerstag, 25.04.2019

Daimler-Dieselautos manipuliert?

BERLIN
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Beim Au­to­bau­er Daim­ler gibt es ei­nen neu­en Ver­dacht der Ma­ni­pu­la­ti­on von Ab­gas­wer­ten bei Die­sel­au­tos. Bei et­wa 60 000 Sport­ge­län­de­wa­gen (SUV) von Daim­ler sol­len die Wer­te mit Hil­fe ei­nes Com­pu­ter­pro­gramms ge­senkt wor­den sein - aber nur auf dem Prüf­stand und nicht im täg­li­chen Ver­kehr.

Die Zeitung »Bild am Sonntag« berichtete über die Vorwürfe. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe ein formelles Anhörungsverfahren gegen Daimler wegen Verdachts auf eine weitere »unzulässige Abschaltvorrichtung« eingeleitet.

Die Manipulation soll bei dem Modell Mercedes-Benz GLK 220 CDI mit der Abgasnorm 5 vorgenommen worden sein. Ein Daimler-Sprecher bestätigte am Sonntag, dass bei dem Sachverhalt diese Fahrzeuge aus den Produktionsjahren 2012 bis 2015 untersucht würden. Zunächst nicht bestätigen konnte er die Zahl von rund 60 000 Fahrzeugen. Daimler enthielt sich zunächst einer Bewertung des Vorgangs.

Die Behörde ist bereits im Herbst 2018 auf die verdächtige Software-Funktion bei dem Motor OM 651 gestoßen, wie »Bild am Sonntag« berichtete. Weitere Emissionsmessungen bei einem GLK-Modell hätten den Verdacht erhärtet. > Seite 3

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