Messerangriff: Täter soll in Psychiatrie

Justiz: Antrag der Staatsanwaltschaft

FRANKFURT
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Eine Beamtin sichert nach der Messerstecherei im Frankfurter Bahnhofsviertel Spuren am Tatort. Foto: Reinhardt (dpa)
Foto: Daniel Reinhardt
Nach ei­ner Se­rie von Mes­ser­an­grif­fen im Frank­fur­ter Bahn­hofs­vier­tel mit ei­nem To­ten und drei Ver­letz­ten soll der mut­maß­li­che Tä­ter in ei­ner psy­ch­ia­tri­schen Ein­rich­tung un­ter­ge­bracht wer­den. Die Staats­an­walt­schaft stell­te am Don­ners­tag zum Auf­takt des Ver­fah­rens vor dem Land­ge­richt Frank­furt ei­nen ent­sp­re­chen­den An­trag.

Sie geht von Mord aus Heimtücke aus. Der mutmaßliche Täter gilt aber als schizophren und deshalb schuldunfähig.

Der 43-jährige Mann hatte im Januar offenbar wahllos auf mehrere Menschen eingestochen, die im Bahnhofsviertel unterwegs waren. Ein 78 Jahre alter Passant erlitt so schwere Verletzungen, dass er zwei Wochen später im Krankenhaus daran starb.

Der Anklage zufolge attackierte der Mann zunächst einen Obdachlosen, dem ein anderer Passant mit Reizgas zu Hilfe kam und den Angreifer so vertrieb. Kurz darauf stach er dem 78-Jährigen in den Bauch. Ein drittes Opfer verletzte er vor einem Hotel mit dem Messer schwer.

Eine vierte Tat hatte den Ermittlungen zufolge nur deshalb keine tödlichen Folgen, weil ein Rettungssanitäter dem schwer verletzten Fußgänger zügig helfen konnte. Anschließend wurde der Täter - noch mit dem Messer in der Hand - festgenommen und am Tag darauf vorläufig in eine psychiatrische Klinik für Straftäter eingewiesen. Die Tat hatte im Januar einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst.

Die Anklagevertreterin erklärte, wegen seiner psychischen Erkrankung sei der Beschuldigte zu der Erkenntnis gekommen, Menschen töten zu müssen, um in Untersuchungshaft eingewiesen zu werden. Am ersten Verhandlungstag wurde lediglich die Antragsschrift der Staatsanwaltschaft verlesen, weil die psychiatrische Sachverständige verhindert war.

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