Keine Spur von ruhigem Jahresbeginn

Aktien: Viele Anleger ordnen ihre Depots

FRANKFURT
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Die ers­te Han­dels­wo­che 2022 war nichts für Zart­be­sai­te­te. Vie­le An­le­ger ord­ne­ten ih­re De­pots of­fen­bar mit Bra­chial­ge­walt neu, von ru­hi­gem Jah­res­be­ginn kei­ne Spur.

Techs und Pandemie-Profiteure flogen in hohem Bogen aus den Depots, Substanzaktien, Banken und Post-Corona-Papiere wie Fluglinien und Reiseunternehmen gingen weg wie warme Semmeln.

Die Deutsche Bank, Daimler, die BASF, BMW und MTU gehörten zu den Wochengewinnern im Dax, mit Pluszeichen bis zu 12 Prozent. Delivery Hero und Hellofresh, dazu die Pharmazulieferer und Corona-Testunternehmen Sartorius und Qiagen verloren bis zu 13 Prozent. Auch Impffirmen und Aktien für Erneuerbare Energien setzten die sehr schwache Kursentwicklung fort: Biontech wurden binnen vier Wochen die Flügel um eine Drittel gestutzt, Moderna um ein Viertel.

Aktien von Wind-Unternehmen wie Orsted, Nordex oder Vestas sackten binnen fünf Handelstagen um bis zu gut zwölf Prozent ab, Solarfirmen um zehn Prozent und mehr. Auch Kryptowährungen erlebten einen kleinen Crash. Unter Druck standen auch die Tech-Riesen: Apple verlor 4,3, Amazon 4,2, Microsoft 8,4, Prozent. Dennoch bleibt Anlegern, die schon ein paar Monate im Boot sind, meist weiter ein dickes Kursplus. Gerade die großen Techs bleiben auch Basisinvestitionen, so dass nicht investierte Anleger sich über die Verbilligung freuen können.

Allerdings warten diese Woche zunächst weiter Risiken. Immer mehr Marktteilnehmer glauben, dass die US-Notenbank schon früher, vielleicht im März, die Zinswende einleiten könnte.

Einen Hinweis könnten die Inflationszahlen für den Dezember bieten, die am Mittwoch über den Ticker gehen werden. Sollte die Preissteigerung einen weiteren Schub erhalten, würden vor allem Techs und Risiko-Assets leiden. Die Indizes stützt, dass Gelder nicht aus dem Aktienmarkt abgezogen, sondern nur umgeschichtet werden, vor allem in Industrieaktien, Substanzwerte und Banken. Gerade Finanzinstitute stehen diese Woche besonders im Fokus, denn die Quartalssaison beginnt wieder mit den neuen Zahlen der großen US-Banken.

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