Hilfsangebote für pflegende Kinder

Landtag: Ausschuss lehnt konkrete Maßnahmen ab - Celina: »Zum Fremdschämen«

Aschaffenburg
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Die baye­ri­sche Staats­re­gie­rung soll ei­ne Be­stands­auf­nah­me dar­über ma­chen, wel­che Hilf­s­an­ge­bo­te es im Frei­staat für Kin­der und Ju­gend­li­che gibt, die zu Hau­se ih­re schwer­kran­ken El­tern pf­le­gen. Das hat am Don­ners­tag der So­zial­aus­schuss des Land­tags auf An­trag der Würz­bur­ger Grü­nen-Ab­ge­ord­ne­ten Kers­tin Ce­li­na be­sch­los­sen.

Konkretere Maßnahmen für pflegende Kinder scheiterten am Veto der Regierungsfraktionen.

Die Ablehnung sei mit dem Argument begründet worden, man wolle erst die Bestandsaufnahme abwarten, berichtete Celina unserem Medienhaus. Die Grünen-Abgeordnete hatte in weiteren Anträgen unter anderem Ansprechpartner an Schulen, ein jugendgerechtes Internetportal und ein Konzept zur psychologischen Betreuung pflegender Kinder und Jugendlicher gefordert. Zudem solle die Staatsregierungs sich auf Bundesebene für einen Anspruch auf Haushaltshilfe für Betroffene einsetzen. Noch bei einer Anhörung im April, bei der die 14-jährige Laura Rebhan und Johanniter-Unterfranken-Vorstand Ralph Knüttel die Probleme schilderten, hätten sich Ausschussmitglieder aller Fraktionen betroffen gezeigt, teilte Celina unserem Medienhaus mit. Dass sie sich jetzt nicht mit konkreten Handlungsaufträgen an die Regierung wendeten, finde sie »zum Fremdschämen«.

Bundesweit gibt es etwa 480 000 pflegende Kinder und Jugendliche.

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