Warum Grußbotschaften von der Erde seit 1977 durchs All fliegen

Ein Forscherteam bespielte goldene Schallplatten mit Infos für Außerirdische

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ARCHIV - Die Goldene Schallplatte der Sonde Voyager 1 wird in einer Aufnahme von 1977 vorbereitet. Foto: -/NASA/JPL-Caltech/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Foto: picture alliance, -/NASA/JPL-Caltech/dpa
Gibt es Ali­ens? Da ge­hen die Mei­nun­gen au­s­ein­an­der. 1977 war es aber eben die­se Hoff­nung auf au­ßer­ir­di­sches Le­ben, die ein be­mer­kens­wer­tes Pro­jekt be­feu­er­te: Die Gol­den Re­cords (Gol­de­ne Schall­plat­ten) wur­den an den Raum­son­den Voya­ger 1 und 2 an­ge­bracht.

Seit den 1970er Jahren fliegen nun Botschaften unserer Erde durchs Weltall. Auf der Webseite der NASA können Interessierte genau verfolgen, wo sich die Sonden momentan befinden. Beide haben den interstellaren Raum erreicht und damit ein sternfreies Weltraumgebiet. Voyager 1 war sogar das erste menschengemachte Objekt, das diese Wegmarke im August 2021 überschritt. Ende Juli dieses Jahres war die Sonde 23,4 Billionen Kilometer von der Erde entfernt.

Doch wie können Infos von der Erde gespeichert werden, so dass Aliens sie auch verstehen können? Diese Frage beschäftigte damals ein Forscherteam rund um Carl Sagan an der US-amerikanischen Cornell University. Als externe Berater wurden sogar Science-Fiction-Schriftsteller miteinbezogen, wie etwa Isaac Asimov und Arthur C. Clarke. Die Gruppe einigte sich darauf, Audiodateien, Fotos und geschriebene Nachrichten auf einer 30 Zentimeter großen vergoldeten Scheibe aus Kupfer zu speichern. Geschätzte Lebensdauer? Stolze 500 Millionen Jahre. Falls Außerirdische die Voyager 1 oder 2 abfangen, soll ihnen eine Anleitung auf der Schutzhülle aus Aluminium zeigen, wie die Platte entschlüsselt wird. Die Anleitung ist in symbolischer Sprache gehalten. Es sind auch eine Kassette und eine Nadel im Paket enthalten.

Sollten die Aliens es schaffen, können sie Grüße in 55 Sprachen abhören und sich mit Geräuschen wie Wind und Walgesängen vertraut machen. Es gibt auch 90 Minuten Musik für sie, darunter ethnische Stücke, Mozart und eine Songauswahl von Louis Armstrong. 115 Bilder zeigen zum Beispiel die menschliche Anatomie und die Chinesische Mauer.

Vielleicht bekommen wir ja wirklich Besuch aus dem All, denn die Position der Erde wird auf den Golden Records ebenfalls beschrieben. Julie Hofmann

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