Einer, der mit seinem alten Leben abgeschlossen hat

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Ein Vater berichtet. Foto: Stefan Gregor
Foto: Stefan Gregor
Der Mann aus dem Kreis Mil­ten­berg möch­te nicht er­kannt wer­den. Auch er hat schon ein­mal 2014 in un­se­ren Me­di­en über sein Schick­sal als un­sicht­ba­rer Va­ter be­rich­tet. »Es hat sich nichts zum Bes­se­ren ve­r­än­dert - im Ge­gen­teil«, meint er. 2009 hat­te er sich von sei­ner Frau ge­t­rennt.

Weil seine ehemalige Partnerin, mit der er drei Kinder hat, das Geld, so sagt er, »mit beiden Händen rausgeschmissen und die Familie in den finanziellen Ruin getrieben hat«. »Ich konnte das Geld gar nicht so schnell reinverdienen, wie sie es ausgegeben hat«, schildert der Mann, der Handwerker ist. Die Schulden des selbst gebauten Wohnhauses wurden nicht abgebaut, sondern erhöhten sich von Monat zu Monat.

Damals äußerte er im Bericht die Hoffnung, dass seine Kinder , speziell aber seine damals noch minderjährige Tochter zu ihm finden. Im Sommer 2021 kam es zu einer Begegnung mit der inzwischen 22-jährigen Tochter. Es folgte nach seiner Darstellung ein zunächst gutes Gespräch zwischen Vater und Tochter. Irgendwann kamen sie auf die Trennung zu sprechen. Auf die Aussagen des Vaters habe die Tochter aber erwidert: Das stimmt doch alles nicht. Das sind doch alles Lügen, erzählt er. Er weiß nicht, wo sie heute wohnt oder was sie macht.

Den Mann wundert das alles nicht. Die Kinder seien die Waffe seiner Ex-Frau gegen ihn gewesen. Sie habe sie manipuliert. Von Anfang an. Inzwischen sind seine Kinder längst erwachsen. Den Kampf von damals, sie sehen zu können, obwohl die Eltern längst getrennt waren, wird er nie vergessen. »Ich hatte das gemeinsame Sorgerecht auf dem Papier, aber keine Rechte«, meint er.

Von Behörden fühlte er sich im Stich gelassen. Die unzähligen Gespräche mit dem Jugendamt, bei dem ihm immer geraten wurde, die Ruhe zu bewahren. Die Kinder würden eines Tages von sich aus den Weg zurück zu ihm finden, wurde ihm beschieden. Dagegen war die Mutter vom Jugendamt nur sehr schwer erreichbar. Als seine Ex-Frau eine vor Gericht zusammen ausgehandelte Vereinbarung zum Umgang dann kurzerhand doch nicht unterschrieb, hätten das Jugendamt und der Richter nur mit den Schultern gezuckt. »Ich hatte das Gefühl, dass es niemanden interessiert, wie es den Vätern geht und ob ihnen die Kinder fehlen«, meint der Mann. Er habe das Desaster nur so gut überstanden, weil er immer viel gearbeitet habe. Bei dem ganzen Streit sei es ihm immer nur um die Kinder gegangen, die sicher auch ihren Vater gebraucht hätten. Seiner Ex-Frau wollte er nie schaden.

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