Sonntag, 18.08.2019

Spaenle will für Judentum werben

Bayern: Einsatz für »Kultur des Hinschauens«

MÜNCHEN
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Bay­erns An­ti­se­mi­tis­mus­be­auf­trag­ter Lud­wig Spaen­le (CSU) rech­net mit ei­ner zeit­na­hen An­nah­me der in­ter­na­tio­na­len De­fini­ti­on von An­ti­se­mi­tis­mus durch den Baye­ri­schen Land­tag. Die Ge­spräche mit Land­tags­prä­si­den­tin Il­se Aig­ner (CSU) und al­len Frak­tio­nen - mit Aus­nah­me der AfD - kä­m­en gut voran.

Die AfD sei eine »politische Kraft, deren Agieren ich für sehr gefährlich halte«, sagte Spaenle in München.

»Das Krebsgeschwür Antisemitismus gehört leider zur Gesellschaft«, sagte Spaenle. Dies zeige die steigende Zahl an antisemitischen Vorfällen. Um der Entwicklung Einhalt zu gebieten, brauche es neben einer Repression »mit der ganzen Härte des Rechtsstaates« auch eine Prävention durch eine »Kultur des Hinschauens«. Dazu gehöre es, proaktiv einen positiv besetzten Diskurs über das Judentum voranzubringen, so Spaenle. Auf seine Anfrage hin hätten rund 60 Vereine und Organisationen erklärt, die international anerkannte Definition von Antisemitismus anzunehmen.

Im Mai angenommen

Die Staatsregierung hatte sie schon im Mai angenommen. Sie lautet: »Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.«

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