Mittwoch, 24.07.2019

Kapitänin Rackete klagt gegen Salvini

Migration: »Botschaft des Hasses« vorgeworfen

ROM
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Sea-Watch-Ka­pi­tänin Ca­ro­la Ra­cke­te will Ita­li­ens In­nen­mi­nis­ter Mat­teo Sal­vi­ni an sei­ner Nut­zung von Fa­ce­book und Twit­ter hin­dern.

Die 31-Jährige beschuldigt Salvini in einer Verleumdungsklage, Menschen in sozialen Medien zum Hass anzustacheln, wie es in der Klageschrift heißt, die bei der Staatsanwaltschaft in Rom eingereicht werden soll und der Deutschen Presse-Agentur in Rom vorliegt. »In den Worten von Matteo Salvini gibt es abgrundtiefe Gefühle von Hass, Verunglimpfung, Delegitimierung bis hin zu leibhaftiger Entmenschlichung«, heißt es darin.

Der Chef der rechten Lega machte sich prompt darüber lustig. »Die deutsche Kommunistin, die, die das Boot der Finanzpolizei gerammt hat, hat die Staatsanwaltschaft aufgefordert, meine Seiten auf Facebook und Twitter zu sperren. Es gibt keine Grenze der Lächerlichkeit.«

Eingereicht worden sei die Klage noch nicht, weil es Probleme mit der Post gegeben habe, sagte Racketes Verteidiger Alessandro Gamberini. Rackete steht seit Wochen in den Schlagzeilen, weil sie im Ende Juni das Rettungsschiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Watch mit Migranten an Bord unerlaubt nach Italien gefahren hatte. Gegen die 31-Jährige aus Niedersachsen wird in Italien wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung ermittelt.

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