Mittwoch, 08.04.2020
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Mülltrennen wird wichtiger

Öffentliche Dienste: Korrekte Abfalltrennung zur Entlastung der Entsorgungsbetriebe - Mit Kindern üben, in welche Behältnisse die verschiedenen Arten hineingehören

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Mün­chen. Vie­le ar­bei­ten we­gen der Co­ro­na-Kri­se im Ho­me­of­fice. Auch Ki­tas und Schu­len sind ge­sch­los­sen, so dass die Kin­der zu Hau­se be­t­reut wer­den müs­sen. In die­ser Si­tua­ti­on fällt in den Haus­hal­ten deut­lich mehr Ab­fall an als üb­lich.

Um die Restmüllentsorgung nicht unnötig zu belasten und überfüllte Mülltonnen zu vermeiden, sollte besonders sorgfältig auf eine korrekte Trennung des Abfalls geachtet werden. Doch wie trennt man richtig?

»Die Abfallwirtschaft zählt in Krisenzeiten zur sensiblen Infrastruktur unserer Gesellschaft und darf nicht überfordert werden«, sagt Axel Subklew, Sprecher der Kampagne »Mülltrennung wirkt« der dualen Systeme. »Mit der richtigen Mülltrennung im eigenen Haushalt leisten die Verbraucherinnen und Verbraucher einen wichtigen Beitrag, um die Müllentsorgung zu entlasten und den Betrieb aufrechtzuerhalten.«

Leere Packungen

So trennen die Haushalte im Homeoffice richtig: Alle leeren Verpackungen, sofern sie nicht aus Glas oder Papier bestehen, gehören in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne und nicht in den Restmüll. Neben Verpackungen aus Plastik gehören dazu auch Konservendosen aus Weißblech, Getränkekartons aus Verbundmaterialien, Füllmaterial von Versandverpackungen aus Kunststoff wie Luftpolsterfolie oder auch Aluschalen von Fertiggerichten und leere Tablettenblister. Gegenstände aus Plastik, die keine Verpackungen sind, so beispielsweise Kinderspielzeug, Klarsichthüllen oder Zahnbürsten, dürfen nicht im Gelben Sack oder der Gelben Tonne entsorgt werden, ebenso wenig wie Windeln, Hygieneartikel oder sonstiger Restmüll. Solche Fehlwürfe erschweren die Sortierung und damit auch das Recycling der Verpackungsabfälle. Hier sind jedoch regionale Ausnahmen möglich. Manche Kommunen verwenden Wertstofftonnen, in denen auch sogenannte stoffgleiche Nichtverpackungen, die aus den gleichen Materialien wie Verpackungen hergestellt sind, entsorgt werden dürfen. Nähere Informationen finden Verbraucherinnen und Verbraucher auf den Infoseiten der lokalen Kommune.

Glas immer in Container

Gebrauchte Verpackungen aus Glas sind dagegen immer nach Farben getrennt in die entsprechenden Sammelcontainer zu werfen. Kartonagen, Pappe und Papier gehören in die Papiersammlung.

Eltern, die aufgrund von Kita- und Schulschließungen ihre Kinder zu Hause beschäftigen müssen, können mit ihnen die richtige Mülltrennung üben. Was kommt in den Restmüll und was nicht? Warum sollte der Deckel vom Joghurtbecher abgezogen und getrennt im Gelben Sack oder der Gelben Tonne entsorgt werden? Was passiert mit den Materialien, die dort gesammelt werden? Das sind Fragen, die mit dem Nachwuchs durchgespielt werden können.

Die dualen Systeme in Deutschland organisieren die Sammlung, Sortierung und Verwertung gebrauchter Verkaufsverpackungen, damit die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Recyclingquoten erreicht werden. Aktuell sind es zehn privatwirtschaftlich organisierte Systeme, die mit ihren Dienstleistern aus der Entsorgungs- und Recyclingbranche diese Aufgabe erfüllen. Grundlage für ihre Arbeit ist das Verpackungsgesetz.

Hintergrund

» Die Abfallwirtschaft

zählt in Krisenzeiten

zur sensiblen Infrastruktur. «

Axel Subklew,Sprecher »Mülltrennung wirkt«

Hintergrund

Gelbe Tonnen stehen vor einem Gebäude: In der Corona-Krise ist das korrekte Trennen von Müll noch wichtiger. Foto:

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