Omnipräsenter Jan Böhmermann

Berlin
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Jan Böhmermann
Präsent im ZDF: Der Satiriker Jan Böhmermann. Foto: Oliver Berg (dpa)
Foto: Oliver Berg (dpa)
Vor Jan Böh­m­er­mann gab es kaum ein En­t­rin­nen: Am Don­ners­ta­g­a­bend war der TV-Sa­ti­ri­ker im ZDF om­ni­prä­sent. Zu­nächst plat­zier­te der 35-Jäh­ri­ge sei­nen ei­ge­nen Do­nald-Trump-Film in sei­nem »Neo Roya­le Ma­ga­zin« auf ZDF­neo, dann zeig­te das ZDF ab 23.15 Uhr ei­nen Zu­sam­men­schnitt von der Ver­lei­hung des Deut­schen Fern­seh­p­rei­ses.

Dort wurde Böhmermann in der Kategorie »Beste Unterhaltung Late Night« ausgezeichnet - wie schon im Vorjahr.
In seiner TV-Show bediente sich der Witzbold der viralen Vorlage aus den Niederlanden, in der ein Satiriker dem US-Präsidenten Donald Trump (»America First«) vorschlug, Holland zur Nummer zwei zu machen. Der deutsche Late-Night-Mann pries stattdessen die Vorzüge Deutschlands an: »Wir haben eine große, deutsche Mauer gebaut. Einfach gebaut. Und die Russen dafür zahlen lassen«, heißt es in Anspielung auf Trumps angekündigten Mauerbau zu Mexiko.
Bilder von Sänger Pietro Lombardi, pinkelnde sowie sich übergebende Oktoberfestbesucher und einige Adolf-Hitler-Auftritte mit Verweis auf dessen in mehreren Sprachen erschienenen Bestseller ergänzten das Deutschland-Bild, das Böhmermann dem US-Präsidenten schmackhaft machen wollte mit der erklärten Absicht, die Niederländer von der Position zwei in Trumps Weltbild stoßen zu wollen.
Zum Schluss des Zwölf-Minuten-Films - er wurde bis Freitagvormittag rund 220 000 Mal angeklickt - erfolgte der Hinweis: Sollte Trump einmal auf den roten Knopf drücken wollen, um einen Nuklearkrieg loszutreten, dann bitte Deutschland innerhalb der rot markierten Grenzen berücksichtigen. Die rote Linie auf der Böhmermann-Karte markierte jedoch nicht Deutschland, sondern Italien.
Ähnliches Clips europaweit
Böhmermann, der sich im vergangenen Jahr nach seinem »Schmähgedicht« mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan angelegt hatte, deutete in seiner Sendung »Neo Magazin Royale« an, dass andere europäische Late-Night-Shows ähnliche Clips produziert hätten. Auf der Seite www.everysecondcounts.eu sind einige Satire-Videos zu sehen, etwa von der Schweizer SRF-Sendung »Deville Late Night«. 
Beim Deutschen Fernsehpreis in Düsseldorf setzte sich Böhmermann am selben Abend mit dem »Neo Magazin Royale« gegen die Sendungen »Luke - Die Woche und ich« (mit Luke Mockridge) auf Sat.1 und »Pussy Terror TV« (mit Carolin Kebekus) im WDR Fernsehen und im Ersten durch. »Wir widmen den Preis der Rechtsschutzversicherung des ZDF«, scherzte Böhmermann mit der Trophäe in der Hand. Deutsche Presse-Agentur (DPA)

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