Mittwoch, 14.11.2018

»Suche nach Motiven kann meditativ sein«

Boris Albert:Der aus Karlstein stammende 36-Jährige fotografiert in seiner Freizeit

Aschaffenburg Donnerstag, 08.11.2018 - 21:26 Uhr

Vor über drei Jah­ren hat Bo­ris Al­bert das Pro­jekt one­dayo­ne­pic­tu­re (Ein Tag ein Bild) be­gon­nen. Den in Karl­stein am Main (Kreis Aschaf­fen­burg) Ge­bo­re­nen hat­te es der Lie­be und sei­nes Be­rufs we­gen 2008 nach Würz­burg ver­schla­gen. Mit der Ka­me­ra näh­ert er sich der Bi­schofs­stadt je­den Tag neu.

Gibt es für Sie ein Lieblingsbild von onedayonepicture?

Das ist eine recht schwere Frage. Das wechselt immer mal, da ja auch immer wieder neue Bilder hinzukommen. Es wäre auch nicht so gut für die Motivation, wenn das beste Bild schon im Kasten wäre. An Tag 1260 habe ich eines meiner aktuellen Lieblings-Pfützenbilder auf der Alten Mainbrücke in Würzburg eingefangen.

An Tag 538 habe ich am Chiemsee einen Springer im Alpenpanorama eingefangen. Dieses Bild sehe ich mir immer wieder gerne an.

Wie sind Sie auf die Idee mit der Serie gekommen?

Als ich vor etwa 1330 Tagen über eine neue Kamera nachdachte, habe ich mir den Kauf nur erlaubt, wenn ich die Kamera auch jeden Tag nutze. Das war die Geburtsstunde des Projekts.

Sie scheinen Würzburg als Motiv sehr zu schätzen. Was macht die Stadt aus und so liebenswert in Ihren Augen?

Die spezielle Tallage von Würzburg und die Architektur machen aus Würzburg ein tolles Fotomotiv, was sich kaum erschöpft. Auch der Main, der durch die Stadt fließt, bietet immer wieder neue fotografische Möglichkeiten.

Wenn Sie durch die Stadt ziehen auf der Suche nach einem Motiv: Wie lange dauert es, bis Sie etwas finden? Und wonach suchen Sie?

Das ist wirklich sehr unterschiedlich. Manchmal habe ich selbst kaum Zeit und es muss schnell gehen. Dann dauert es manchmal nur 15 Minuten bis zum fertigen Bild. Ich genieße aber die Tage, an denen man Zeit hat und die Stadt auf sich wirken lassen kann. Ich bin auch immer wieder froh, wenn ich mal Zeit habe, um eine Fototour zu machen und neue Orte ganz bewusst zu entdecken.

Was bedeutet Ihnen Fotografieren?

Das Fotografieren ist zum Ritual geworden. Die Suche nach Motiven kann fast schon meditativ sein. Man steht mitten auf der Alten Mainbrücke und schwebt aber irgendwie über den Dingen. Es kann sehr entspannend sein, auch wenn es den Druck gibt, ein schönes Bild zu machen.

bBoris Albert: Entdecke Würzburg: Bis 30. November in der Fotogalerie Teresita Seib, Neubaustraße 22, Würzburg; geöffnet Dienstag bis Freitag 12 bis 19 Uhr, Samstag 10 bis 16 Uhr.

BETTINA KNELLER
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