Montag, 24.09.2018

Sechs Finalisten für Deutschen Buchpreis 2018 stehen fest

Dienstag, 11.09.2018 - 19:24 Uhr

6 Fi­na­lis­ten ste­hen für den Deut­schen Buch­preis 2018 fest: Ma­ría Ce­ci­lia Bar­bet­ta, Ma­xim Bil­ler, Ni­no Ha­ra­ti­sch­wi­li, In­ger-Ma­ria Mahl­ke, Su­san­ne Rö­ckel und Ste­phan Tho­me.

»'Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen' - der berühmte Satz, den Faulkner 1951 schrieb, hängt wie ein unausgesprochenes Motto über der deutschsprachigen Literatur dieses Jahres«, sagte die Jurysprecherin Christine Lötscher am Dienstag in Frankfurt.

Fabulierend, verspielt

Die sechs gelungensten und wichtigsten Romane folgten ganz unterschiedlichen Spuren in die Vergangenheit oder in mythische Schichten der Wirklichkeit - »fabulierend, spekulierend, verspielt; mit lakonischer Eleganz und bittersüßer Präzision, mit epischer Langsamkeit und spannungsgeladener Wucht«.

Sechs aus 199 Titeln

Nominiert wurden die Romane »Nachtleuchten« von María Cecilia Barbetta (S. Fischer, August 2018), »Sechs Koffer« von Maxim Biller (Kiepenheuer & Witsch, September 2018), »Die Katze und der General« von Nino Haratischwili (Frankfurter Verlagsanstalt, August 2018), »Archipel« von Inger-Maria Mahlke (Rowohlt, August 2018), »Der Vogelgott« von Susanne Röckel (Jung und Jung, Februar 2018) und »Gott der Barbaren« von Stephan Thome (Suhrkamp, September 2018).

Nicht in die engere Wahl einbezogen wurden unter anderen die jüngsten Werke von Arno Geiger (»Unter der Drachenwand«), Adolf Muschg (»Heimkehr nach Fukushima«) und Helene Hegemann (»Bungalow«) Die sieben Jurymitglieder sichteten nach eigenen Angaben 199 Titel, die zwischen Oktober 2017 und dem 11. September 2018 erschienen sind.

Verleihung zur Buchmesse

Der Jury gehören neben der freien Züricher Kritikerin Christine Lötscher an: Christoph Bartmann (Goethe-Institut Warschau), Luzia Braun (ZDF), Tanja Graf (Literaturhaus München), Paul Jandl (freier Kritiker), Uwe Kalkowski (Literaturblog »Kaffeehaussitzer«) und Marianne Sax (Bücherladen Marianne Sax, Frauenfeld/Schweiz). Erst am Abend der Preisverleihung, dem 8. Oktober, erfahren die sechs Autorinnen und Autoren, an wen von ihnen die Auszeichnung geht.

Mit dem Deutschen Buchpreis zeichnet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels seit 2005 jährlich zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse den besten deutschsprachigen Roman des Jahres aus. Der Preisträger erhält 25 000 Euro, die fünf Finalisten jeweils 2500 Euro. Im vergangenen Jahr hatte der Roman »Die Hauptstadt« von Robert Menasse das Rennen gemacht.

dpa

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