Knackige Geschichten

Literatur: »Der Tag, als Klaus Kinski nach Aschaffenburg kam - 11 + 11 blutige Geschichten« im Stadttheater

Aschaffenburg
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Ausdrucksvoll: Heinz Kirchner liest bei »Der Tag, an dem Kinski nach Aschaffenburg kam« zur Eröffnung der Bühne 3.
Foto: Björn Friedrich
Ei­ne sc­hö­ne Schnaps­zahl ha­ben sich die Ver­ant­wort­li­chen zur Er­öff­nung der Büh­ne 3 des neu um­ge­bau­ten Stadt­thea­ters aus­ge­sucht. In ei­ner aus­ver­kauf­ten Ver­an­stal­tung am Frei­ta­g­a­bend, dem 11.11.11, prä­sen­tier­te Heinz Kirch­ner Kri­mi­nal­ge­schich­ten rund um das seit 200 Jah­ren be­ste­hen­de Aschaf­fen­bur­ger Stadt­thea­ter.
In seinem Buch »Der Tag, als Klaus Kinski nach Aschaffenburg kam« mit dem Untertitel »Theater Aschaffenburg 1811 - 2011 - 11 + 11 blutige Geschichten« erschienen neben elf selbst geschriebenen Kurzgeschichten, elf weitere Geschichten von Main-Echo-Kolumnistin Susanne Hasenstab, Albrecht Sylla und Norbert Meidhof, Reinhold Ziegler und Elisabeth Wernsdorfer.
In einer szenisch-theatralischen Lesung gaben sie Einblick in die unterschiedlichen Geschichten, bei denen die meisten eines gemein haben: Blut in Aschaffenburg. Eine naheliegende Verbindung zur Thematik ist sicherlich Kriminalgeschichte. Aber Blut fließt eben nicht nur wegen Verbrechen, das zeigen die Autoren. Vor allem klar wird das bei einer Geschichte mit Klaus Kinski, bekannt für seine zügellosen Beschimpfungsarien, die in Heinz Kirchners Geschichte »Ignaz Semmelweis« mit einer blutigen Nase enden. Mit großen Gesten und Handbewegungen untermalt Kirchner sein Gesprochenes.
Susanne Hasenstabs Geschichten funktionieren insbesondere auf akustischer Ebene. Mit Szenen des typisch Ascheberger Geschwätz sorgt sie für zustimmendes Gelächter des zahlreichen Theaterpublikums - auch wenn der Theaterbesucher sowie moderne Inszenierungen nicht so gut dabei wegkommen. Hasenstabs pointiert geschriebene Dialoge setzt sie durch Stimmenverstellung in die Tat um.
Zur Lesung gehört auch Musik: Der Kabarettist Norbert Meidhof spielt Keyboard und singt. Albrecht Sylla nutzt ein Akkordeon, um Kirchners vorgetragene Geschichte wie in einem Comic durch die passenden Soundeffekte zu untermalen und zu bereichern. Eine Münze fliegt durch die Luft, ein Fuß stampft auf - das Akkordeon verdeutlicht den Handlungsinhalt. Eine unerwartete Neuerung bei einer solchen Lesung. Daphne Flieger


Weitere Lesung »Der Tag, als Klaus Kinski nach Aschaffenburg kam« im Rahmen von »Literatur im Landkreis« am Samstag, 19. November, 20 Uhr, Bibliothekszentrum Hösbach. Solo-Lesung mit Susanne Hasenstab im Stadttheater auf Bühne 3 am Sonntag, 5. Februar 2012.
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