»Kein gekünsteltes, sondern natürlich wirkendes Spiel«

Miriam Clark: Die aus Obernburg stammende Sopranistin über ihre Rolle als Norma in Bellinis gleichnamiger Oper

Dortmund/Obernburg
1 Min.

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Die gebürtige Obernburgerin Miriam Clark über ihre Rolle als Norma: »Eine große Herausforderung - aber diese Herausforderung singen zu dürfen: Das ist schon eine sehr schöne Sache.«
Foto: Theater Dortmund
Die aus Obern­burg stam­men­de Mi­riam Clark ver­kör­pert in der Ins­ze­nie­rung von Vin­cen­zo Bel­li­nis (1801 bis 1835) ly­ri­scher Oper »Nor­ma« am Thea­ter Dort­mund die Hauptrol­le der Drui­din und Ho­he­pries­te­rin Nor­ma. Die Ins­ze­nie­rung von En­ri­co Lüb­be (36) fei­ert am Sams­tag, 3. De­zem­ber, Pre­mie­re. Mit So­pra­nis­tin Mi­riam Clark sprach Ste­fan Reis. > Sei­te 1

Was ist das Besondere an der Rolle der Norma?
Die Hohepriesterin Norma ist eine Frau mit zwei Seiten: zum einen Staatsfrau, zum anderen Mutter - weshalb die Inszenierung in Dortmund die Oper ja auch in zwei Räumen darstellt. Für die Darstellerin der Norma bedeutet das ein hohes Maß an Konzentration, weil beide Seiten dieser Frau mit all ihren Facetten im sehr schnellen Wechsel verkörpert werden müssen: Da folgt auf die Leidenschaft die Wut, auf das Leid das Glück.
Eine große Herausforderung - aber diese Herausforderung singen zu dürfen: Das ist schon eine sehr schöne Sache.

Sie treten mit der Rolle in die Fußstapfen großer Vorbilder.
Und auch das ist eine Herausforderung: Mein großes Vorbild Joan Sutherland hat mit der Norma ihre große Karriere gestartet. Es ist natürlich toll, nun die Rolle zu singen, um die man das eigene Idol bewundert hat - in diese Rolle jetzt die eigenen Gedanken, Ideen einzubringen. Insofern ist das für mich eine Wahnsinnsfreude.

Der Theatermann Enrico Lübbe gibt mit »Norma« sein Debüt als Opernregisseur. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihm?
Lübbe ist ein toller Regisseur, sein Anspruch entspricht überhaupt nicht dem des klassischen Opernregisseurs: Er will kein statisches Spiel, sondern lebendige Rollen. Da darf nichts aufgesetzt sein, da wird nicht die große Opern-Geste erwartet - die Darstellung muss durch Natürlichkeit wie selbstverständlich erscheinen. Enrico Lübbe fordert vor allem intuitives Spiel von den Schauspielern und Sängern - was eigentlich ein Kuriosum ist: Er verlangt sehr viel und eigentlich doch nichts, denn er will ja kein gekünsteltes, sondern natürlich wirkendes Spiel. Das ist eine Arbeitsweise, bei der ich in dieser Produktion sehr viel gelernt habe.
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