Joseph-Breitbach-Preis an Dea Loher verliehen

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Dea Loher
Die Berliner Dramatikerin Dea Loher,
Foto: Thomas Frey
Die Berliner Dramatikerin hat eine der höchstdotierten Auszeichnungen für Literatur in Deutschland erhalten. Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert.

Koblenz (dpa) - Die Berliner Autorin Dea Loher hat am Freitagabend in Koblenz mit dem Joseph-Breitbach-Preis eine der höchstdotierten Auszeichnungen für Literatur in Deutschland erhalten. Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert. Die feierliche Verleihung fand am Freitagabend im Theater Koblenz statt.

Die Laudatorin und Schriftstellerin Katja Lange-Müller wies auf das bisherige Werk Lohers mit 19 Theaterstücken, einem Libretto, acht Erzählungen und einem Roman hin. Besonderes Merkmal sei eine «hochkonzentrierte, differenzierte Sprache, poetisch, intensiv, intelligent und bar jeder Eitelkeit, eine Sprache, die wir hören, sogar dann, wenn wir sie bloß lesen». Loher sei durch und durch Dramatikerin, selbst wenn sie Prosa verfasse.

Die Jury erklärte, die 1964 im oberbayerischen Traunstein geborene Schriftstellerin Loher zeige, wie sich «das Unerträgliche in das Bewusstsein der Beteiligten und der Zeugen frisst und doch Raum für ein poetisches Sprechen lässt».

Bisherige Träger des Joseph-Breitbach-Preises sind unter anderem Reiner Stach, Brigitte Kronauer, Ingo Schulze, Dieter Wellershoff, Herta Müller, Raoul Schrott und Ursula Krechel. Breitbach (1903-1980) war ein deutsch-französischer Schriftsteller und Publizist aus Koblenz, der seit 1929 überwiegend in Frankreich lebte.

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