Isenburger-Archiv jetzt in Frankfurt

Geschichte: Nachlass des verfolgten jüdischen Malers findet im Exilarchiv Platz

Frankfurt
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Eine Archivalie, die jetzt in Frankfurt beheimatet ist: Fotografie von Jula und Eric Isenburger im französischen Exil in Nizza im Jahr 1937. Foto: Isenburger-Archiv/Museum Giersch
Foto: Isenburger-Archiv/Museum Giersch
Das Isen­bur­ger-Ar­chiv aus Neu­burg an der Do­nau fin­det mit sei­nem um­fang­rei­chen Schatz an Do­ku­men­ten, die der Ma­ler Eric Isen­bur­ger (1902-1994) hin­ter­ließ, nun im Deut­schen Exi­lar­chiv 1933-1945 der Deut­schen Na­tio­nal­bi­b­lio­thek in Frank­furt sei­nen Platz. Das teil­te das Mu­se­um Giersch mit. Die Schrift­stü­cke, Brie­fe und Fo­to­gra­fi­en er­gän­zen den be­reits vor­han­de­nen Isen­bur­ger-Be­stand.
Isenburgers Nachlass ist einer von 303 dort aufbewahrten.
Dokumente als Schenkung
Angeregt durch die Ausstellung »Von Frankfurt nach New York - Eric und Jula Isenburger« im Museum Giersch der Goethe-Universität wurde eine Vereinbarung über den Verbleib der Originaldokumente von Eric und Jula Isenburger in Frankfurt getroffen. Die Eigentümerin und die Eric-und-Jula-Isenburger-Gesellschaft überlassen dem Deutschen Exilarchiv die Originaldokumente als Schenkung.
Das Deutsche Exilarchiv sammelt und erschließt die gedruckten und ungedruckten Zeugnisse der deutschsprachigen Emigration und des Exils der Jahre 1933 bis 1945.
Der 1902 in Frankfurt geborene Eric Isenburger gehört zu den jüdischen Künstlern, die in den 1930er-Jahren emigrieren mussten. Im Museum Giersch wird die internationale Lebens-, Flucht- und Exilgeschichte des in Vergessenheit geratenen Künstlers nachgezeichnet. Die Schau erregte großes Publikumsinteresse. Bisher hätten rund 12 000 Besucher die Ausstellung gesehen, sagte Museumsleiter Manfred Großkinsky.
1925 in Frankfurt kennengelernt
Der Maler und die fünf Jahre jüngere Tänzerin lernten sich 1925 bei Verwandten in Frankfurt kennen, verliebten sich und heirateten. Jula wurde Isenburgers Lieblingsmodell. In zahlreichen Porträts - auch sie sind in der Ausstellung zu sehen - hat der Künstler die Liebe seines Lebens festgehalten. Bettina Kneller
b»Von Frankfurt nach New York - Eric und Jula Isenburger«: Bis 11. Februar im Museum Giersch der Goethe-Universität, Schaumainkai 83, Frankfurt; geöffnet Samstag und Sonntag 10 bis 18 Uhr; Führungen am Sonntag, 11. Februar, 15 und 16 Uhr; Internet www.museum-giersch.de
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