Das Spiel mit dem Glas

Ausstellung:»Faszination Glas« mit Werken Frauke Grauers im Franck-Haus

Marktheidenfeld
1 Min.

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Innige Beziehung: Christliche Motive wie diese Madonna fertigte die Glaskünstlerin ebenfalls. Foto: Frauke Grauer
Foto: Frauke Grauer
Eines der vielen Blumenbilder in der Ausstellung. Foto: Frauke Grauer
Foto: Verantstalter
Ma­len mit Glas? Das star­re, zer­b­rech­li­che Ma­te­rial scheint sich kaum da­für zu eig­nen. Aber es lässt das Licht durch­schei­nen - und da­durch kön­nen Bil­der zu­stan­de­kom­men, die die Far­ben leuch­ten las­sen, wie es kaum ein Ge­mäl­de auf Lein­wand schafft.

Der Spessart war einst das Zentrum der Glasherstellung - und auch heute noch ist beispielsweise Lohr ein wichtiger Glas-Standort. Als Kunsthandwerk spielt Glas aber heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Kaum noch werden beispielsweise Glasfenster entworfen und gestaltet. Und die kunstvolle Gestaltung von Glasobjekten war ebenfalls schon immer eine Nische. Eine, die sich darauf versteht, ist Frauke Grauer.

Die in Münster in Westfalen geborene Künstlerin lebt seit 1978 in Marktheidenfeld (Kreis Main-Spessart) und hat dort auch eine Werkstatt aufgebaut. Die Glasmalerin und Kunstglaserin besuchte mit einem Stipendium der Begabtenförderung Bonn die Glasfachschule Zwiesel, die sie als staatlich geprüfte Formgestalterin und Designerin abschloss.

Aktuell zeigt sie ihr Schaffen im Franck-Haus unter dem Titel »Faszination Glas«. In fünf Räumen des Franck-Hauses stellt sie Glasmalerei, Bleiverglasung, Glascollagen, Arbeiten mit Glasgranulat sowie Monotypien aus. Es ist ein umfassender Einblick in den Werdegang und die Weiterentwicklung der Künstlerin, die auch bis 2014 als Dozentin an der Volkshochschule Markheidenfeld tätig war und ihr Wissen um Kunst und Kunsthandwerk an Interessierte weitergab.

Grauer zeigt eine große Bandbreite an Möglichkeiten, mit Glas zu malen. Strenge, geometrische Formen bei Stadtansichten verwendet sie ebenfalls wie freie, fließende und abstrakte Gebilde. Figürliches wie Blumenstillleben oder Madonnen sind zu sehen. Sie lässt sich nicht beschränken. Auch die Art, wie sie das Glas mit der Farbe in Verbindung bringt, variiert. Mal erscheint es klar, dann wieder plastisch und lebendig wie auf einem Gemälde und schließlich verlaufend wie bei einem Aquarell.

Grauer spielt mit dem Glas. Das Material gibt ihr keine Rätsel mehr auf. Eher gibt sie diese dem Betrachter auf mit ihren Werken. Wie ist es gemacht? Wie hat sie diesen Effekt hinbekommen? Wie schafft sie das? Fragen, deren Antworten man bei einem Ausstellungsbesuch näher kommen - oder auch einfach nur die farbenfrohen Lichtspiele genießen kann.

bBis 14. Juli im Franck-Haus, Untertorstraße 6, Marktheidenfeld; geöffnet Mittwoch bis Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonn- und Feiertag 10 bis 18 Uhr; Anwesenheit Frauke Grauers an den Sonntagen, 16. und 23. Juni sowie 14. Juli von 10 bis 18 Uhr.

Hintergrund

Ein Beispiel für eine Bleiverglasung zeigt dieses abstrakte Werk von Frauke Grauer. Foto:

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