Bekannte Namen und einige Überraschungen

Literatur: Jury wählt 20 Titel auf Longlist für den Deutschen Buchpreis 2016 - Shortlist folgt am 20. September

Frankfurt
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Be­kann­te Na­men und auf­re­gen­de Neu­ent­de­ckun­gen ste­hen auf der Lon­g­list für den Deut­schen Buch­preis 2016. Un­ter an­de­rem sind Ernst-Wil­helm Händ­ler, Kat­ja Lan­ge-Mül­ler, Si­byl­le Le­wit­scharoff, Ar­nold Stad­ler und Pe­ter Stamm mit ih­ren neu­en Wer­ken ver­t­re­ten, wie der Bör­sen­ve­r­ein des Deut­schen Buch­han­dels am Di­ens­tag mit­teil­te.
Reise mit totem Kind
Eine siebenköpfige Jury hat 178 Bücher, die seit dem vergangenen Herbst neu erschienen sind, gesichtet und daraus 20 Titel für die Longlist ausgewählt. »Ein ausgezeichneter Jahrgang«, findet Jury-Sprecher Christoph Schröder. Die Longlist zeige »die große Bandbreite von Schreibweisen und Themen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur«.
Auch die sprachliche Vielfalt sei groß. »Wir hatten Spaß dabei, uns durch die Einreichungen zu arbeiten.« 14 Autoren und sechs Autorinnen stehen in diesem Jahr auf der Liste. Auch kleine Verlage wie Paul Zsolnay oder Lenos sind dabei. Punktsieger ist S. Fischer mit fünf Titeln auf der Longlist.
Nicht alle nominierten Bücher sind schon in den Buchhandlungen erhältlich: Rund ein halbes Dutzend erscheint erst Ende August oder im September.
Zwischen den renommierten Autoren finden sich spannende Newcomer wie die 1990 geborene Michelle Steinbeck. »Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch« ist eine fantastische Reise mit einem toten Kind im Koffer. Außergewöhnliche Geschichten erzählen auch Hans Platzgumer und Philipp Winkler: »Am Rand« thematisiert das Glück im Tod, »Hool« gibt der Hooligan-Szene eine Stimme.
Die Longlist zeige »die große Bandbreite« dieses Jahrgangs, sagte Schröder: »vom Entwurf gewagter literarischer Dystopien über die Darstellung der Sehnsucht nach Aufbrüchen in neue Lebenswelten, die Auflehnung gegen die alltägliche Zwangsläufigkeit bis hin zu biografischen Selbstvergewisserungen«. Im Wettbewerb um die beste literarische Neuerscheinung wird die Liste bis zum 20. September zunächst auf sechs Titel - die Shortlist - verkürzt.
Der Sieger wird am 17. Oktober bekanntgegeben, dem Abend vor Beginn der Frankfurter Buchmesse. Er erhält 25 000 Euro, die übrigen fünf Autoren der Shortlist je 2500 Euro. Deutsche Presse-Agentur (DPA)
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