Anne Luisa Kramb top beim Deutschen Musikwettbewerb 2022

Ehre: Ausnahmegeigerin begeistert in Bonn die 30-köpfige Jury und kann sich über Preisgeld und Auftritte freuen - In Aschaffenburg geboren, in Erlenbach aufgewachsen

Aschaffenburg
1 Min.

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Herausragende Geigerin: Anne Luisa Kramb. Foto: Deniz Staples-Tunçer
Foto: Deniz Staples-Tunçer
Platz 1 beim jähr­lich ver­ge­be­nen Deut­schen Mu­sik­wett­be­werb in heu­er zehn Ka­te­go­ri­en ist tat­säch­lich ei­ne ganz be­son­ders Aus­zeich­nung für bril­lan­tes Spiel und über­zeu­gen­de Auf­trit­te.

Vom 4. bis zum 10.August zeigten die ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr Können vor einer Jury aus 30 Mitgliedern, meist Professorinnen und Professoren deutscher Musikhochschulen.

»Paganini-Stradivari« von 1724

Irene Schwalb, die Projektleiterin des Wettbewerbs, sagt: »Es geht dann nicht mehr um technische Parameter, sondern ausschließlich um Persönlichkeit und Interpretation der Teilnehmenden.« Dabei hat offensichtlich vor drei Tagen die Ausnahmegeigerin Anne Luisa Kramb, 2000 in Aschaffenburg geboren, in Erlenbach aufgewachsen, wo sie auch mit 17 Jahren ihr Abitur ablegte, und seit einigen Jahren zum Studium in Berlin, hat die Jury rückhaltlos überzeugt, landete mit ihrer »Paganini-Stradivari« von 1724, einer Dauerleihgabe eines einheimischen Sponsors, souverän auf Platz 1 und begeisterte am Abend des 10.Juni mit Mozarts Violinkonzert Nr.5 beim Preisträgerkonzert in der Universitätsaula in Bonn die Zuhörer.

Dass der Wettbewerb mit seinen Preissummen gerade in dieser schwierigen Zeit für Musikerinnen und Musiker besonders wichtig ist - von der hohen Auszeichnung mal abgesehen -, macht auch Annes Vater Volker deutlich, der in Bonn ihren Erfolg miterlebte. Ohne die konkreten Zahlen zu nennen macht er klar, dass der Preis für Platz 1, eine ähnliche Summe vom Rotary Club und dazu noch ein Geldpreis für die »überzeugendste Interpretation eines Werkes von Paul Hindemith von der Hindemith Foundation« für Anne »ein Volltreffer« war, der ihr nach der »coronabedingten Dürreperiode mehr als gut tut«. Mit dem Preisgeld dürfte sie ihr Leben und das Studium in Berlin jedenfalls für ein paar Monate finanzieren können. Der Erfolg in diesem wohl wichtigsten deutschen Musikwettbewerb zeigte sich schon beim Festakt im Bonner Rathaus am 10.8., als die Preisträger in den einzelnen Kategorien für viele Konzerte verpflichtet wurden. Vater Volker Kramb glücklich: »Annes Terminkalender ist mittlerweile wieder gut gefüllt.«

bInformationen im Netz unter: https://www.deutscher-musikwettbewerb.de/dmw-2022/1.

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