Freitag, 16.11.2018

Das Auf und Ab erst einmal analysieren

Radsport:Max Brandl steigt im WM-Einzelrennen aus - Felicitas Geiger in Top 20

Montag, 10.09.2018 - 18:32 Uhr

Nur beim Start stand Max Brandl (Team Lex­wa­re/RVV Wom­bach) in der ers­ten Rei­he. Von links au­ßen, die Num­mer neun am Len­ker, ging der 21-jäh­ri­ge Sen­del­ba­cher am Frei­ta­gnach­mit­tag ins U 23-Ren­nen bei der Cross-Co­un­try-Welt­meis­ter­schaft in Len­zer­hei­de (Schweiz), das er nicht be­en­de­te (wir be­rich­te­ten).

Schon beim Asphaltanstieg zu Beginn verlor er einige Plätze, als es nach 80 Sekunden in den ersten Bergab-Trail ging, lag er auf Rang 15. Dann wurde es schrittweise immer schlechter. Es zeigte sich, dass sein Körper nicht wie gewohnt funktionierte.

Die erste von sieben Runden auf dem trockenen Kurs absolvierte Brandl auf Rang 19. Bei Kilometer 5,7 hatte der WM-Dritte des Vorjahres acht Positionen eingebüßt und bereits 1:02 Minuten Rückstand auf die Spitze. Die zweite Schleife, die er fast zwanzig Prozent langsamer als zwei Tage zuvor im Staffelrennen fuhr, beendete er auf Rang 34. Obwohl der Biologiestudent nur noch im Trainingstempo unterwegs war, erholte er sich nicht mehr und gab das Rennen auf.

Hinterher fand der deutsche U 23-Meister keine Erklärung für seine Schwäche: »Ich hatte schon am ersten Berg starke Schmerzen im Zwerchfell. Die Lunge hat höllisch gebrannt. Ich bin schwer enttäuscht und weiß nicht, warum es heute nicht funktioniert hat. Ich bin zurzeit einfach nicht in der Lage, ein gutes Cross-Country-Rennen zu fahren.«

Stark bei kürzeren Einsätzen

Seit Brandls Armverletzung im Mai verlief die Saison wie ein Mountainbike-Kurs: es ging hoch und es ging runter. Bei der deutschen Meisterschaft Ende Juli in St. Ingbert (Saarland) verteidigte er sein Meistertrikot, doch bei den Weltcups, der Europameisterschaft und nun bei der Weltmeisterschaft brachte er in der olympischen Disziplin nicht die Leistung, die er von sich erwartete.

Bei den kürzeren Staffeleinsätzen hingegen war er bei den internationalen Entscheiden top. Bei der EM in Graz war er der Schnellste im Feld. Bei der WM vorigen Mittwoch holte er 14 Positionen auf und war so ein Garant für die überraschende Silbermedaille der deutschen Equipe. Warum sich die Saison seit Mai so entwickelt hat, soll nach den letzten Rennen analysiert werden.

»Ein schönes Gefühl«

Bei den weiblichen U 23 fuhr Brandls Vereinskollegin Felicitas Geiger mit Startnummer 44 auf Rang 19. Die 21-jährige Medizinstudentin war gut gestartet und hatte zu Beginn 20 Plätze gutgemacht. Die erste Runde beendete sie auf Rang 19 und spulte die nächsten fünf Schleifen im Kanton Graubünden wie ein Schweizer Uhrwerk ab. Nur fünf Sekunden lagen ihre schnellste und ihre langsamste Rundenzeit auseinander.

Zufrieden mit ihrer Leistung sagte sie hinterher: »Insgeheim hatte ich auf die Top-15 gehofft. Aber ich weiß, dass ich alles gegeben habe. Für mich ist es ein schönes Gefühl, zu den 20 Besten auf der Welt zu gehören.«

kw
Lade Inhalte...

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden