Samstag, 21.09.2019

Auf Rang drei im letzten Rennen: Sendelbacher Max Brandl macht beim Weltcup-Finale Tempo im starken U23-Feld

Radsport
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Mo­un­tain­bi­ker Max Brandl (RVV Wom­bach/Team Lex­wa­re) ist zum Ab­schluss sei­ner U23-Zeit beim Welt­cup-Fi­na­le in Snows­hoe (USA) auf Rang drei ge­fah­ren.

Am Ende fehlten dem 22-jährigen Sendelbacher auf dem wenig selektiven Kurs nur zwölf Sekunden auf den Schweizer Filippo Colombo, der die Wettfahrt im US-Bundesstaat West Virginia in 1:07,55 Stunden gewann. Zweiter des spannenden Rennens wurde der Spanier Jofre Cullell Estape, der drei Sekunden Rückstand hatte.

In der Gesamtwertung der globalen Serie schob sich Brandl auf Rang vier. Den Sieg holte der rumänische Welt- und Europameister, Vlad Dascalu, der beim Finale sturzbedingt nur Rang vier belegt hatte.

»Es war sehr eng. Ich bin alles oder nichts gefahren, mit dem Risiko, hinten raus zu explodieren. Schade, dass es in meinem letzten U23-Weltcup nicht zum Sieg gereicht hat, aber es war im Vorfeld auch nicht wahrscheinlich, dass ich gewinne«, sagte Brandl, der seit Anfang August nach einem Trainingssturz Rückenprobleme hat. In den letzten zwei Runden kämpfte er zudem mit seinem Sattel, der sich gelockert hatte: »Ich musste ein bisschen aufpassen, aber letztlich war es kein größeres Problem. Mit Platz drei bin ich am Ende zufrieden.«

Ich bin alles oder nichts gefahren, mit dem Risiko, hinten raus zu explodieren.

Brandl fuhr von Beginn an weit vorne, versuchte aber, so oft wie möglich auf dem relativ flachen Kurs den Windschatten seiner Konkurrenten zu nutzen. Nach jeder Tempoverschärfung wurde der Druck wieder rausgenommen, weil keiner der Fahrer im Wind zu viel Energie investieren wollte. So blieb das Feld zunächst wie bei einem Straßenrennen bis zu Position 30 geschlossen. In der dritten Runde war es Brandl, der sich an die Spitze setzte und das Tempo hoch hielt. Nur der Schweizer Filippo Colombo und der Spanier Jofre Cullell folgten.

Zu den Verfolgern entstand eine Lücke von rund zehn Sekunden, die sich im Finale verdoppelt hatte. Als Colombo die Schlussattacke setzte, konnten Brandl und Cullell nicht mehr mithalten. Mit letzter Kraft gelang es dem deutschen Vizemeister, den mächtig aufholenden Dascalu zu distanzieren.

Weil im Eliterennen Manuel Fumic (Kirchheim/Teck) mit Platz sieben und Brandls Lexware-Kollege Georg Egger mit Platz 16 jeweils ihr bestes Saisonergebnis abgeliefert hatten, machten die Deutschen im Kampf um den zweiten Olympiastartplatz Boden gut. In der Nationenwertung haben sie die auf Rang sieben liegenden Tschechen fast eingeholt. Ab dieser Platzierung gibt es zwei Startplätze für Tokio 2020. In der Einzelweltrangliste ist Brandl, der die Olympianorm erfüllt hat, in die Top 30 vorgerückt.

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