Montag, 18.03.2019

Frammersbacher Frauen gewinnen Derby gegen Haibach

Kegeln
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Frammersbachs Kerstin Dittmer steuerte 494 Punkte zum Sieg über Haibach bei. Foto: Astrid Herger
Foto: Astrid Herger

Die Großostheimerinnen stehen dicht vor dem Titel in der 2. Bundesliga. In der Bundesliga klettert Laufach auf Platz drei.

Bun­des­li­ga, Frau­en: KF Obern­burg - Ger­ma­nia Karls­ru­he 2849:2727, SKC Mons­heim - FC Lau­fach 2612:2621. - Mit kon­stan­tem Auf­tritt und sehr kom­pak­ter Mann­schafts­leis­tung lie­ßen die Ke­gel­f­reun­de Obern­burg in ih­rem letz­ten Heim­spiel nichts mehr an­b­ren­nen.

Die Vorentscheidung fiel bereits in der Startachse, als sie mit 1432:1349 Karlsruhe distanzierten. Mit fehlerfreiem Lauf stellte Julia Hock (491) schon zu diesem Zeitpunkt den Tagesbestwert und 462 von Sophia Kopp sollten das »schwächste« Ergebnis der Gastgeberinnen bleiben.

Auch wenn Abstiegskandidat Karlsruhe in der zweiten Halbzeit besser wurde, dominierten die Gastgeberinnen auch in der Schlussphase. Die Schlussbilanz zeigt, dass Obernburg in seiner ursprünglichen Paradedisziplin Räumen zu alter Starke fand (961:875).

Joachim Hock (Betreuer Kegelfreunde Obernburg): »Unsere Einzelergebnisse lagen heute im oberen Bereich auffallend eng beieinander, so dass die Partie in ruhigem Fahrwasser vonstatten ging. Auch wenn es nur noch eine rechnerische Chance aufs Treppchen gibt, geben wir nicht auf.«

Die letzte Auswärtsaufgabe führte den FC Laufach zum Tabellenschlusslicht Monsheim. »Das sind Spiele, die man gerne mal verliert, weil man sie unterschätzt«, kommentierte Melanie Waedt die Begegnung. Entsprechend spannend gestaltete sich der Spielverlauf, da Laufach im Auftakt nur drei Gute verbuchen konnte. Trotz gut aufgelegter Nicole Zieweitz (458) gingen auch diese im zweiten Drittel an Monsheim verloren und der Wiederaufsteiger zählte vorübergehend fünf Miese. Auch in der Schlussphase lagen die Laufacher Gäste mit unter anderem Melanie Waedt (462) auf der ersten Bahn noch im Hintertreffen und schoben sich erst auf der Zielgeraden an Monsheim vorbei. Mit neun Kegeln entschieden sie die Partie für sich und klettern auf Platz drei. »Wir freuen uns riesig, es von einem Abstiegsplatz bis auf das Treppchen geschafft zu haben. Den Platz wollen wir jetzt auch verteidigen«, so Waedt abschließend.

Unspektakulär gewonnen

2. Bundesliga Nord, Frauen: DJK/AN Großostheim - Post SG Kaiserslautern 2600:2412, KSC Frammersbach - TV Haibach 2698:2628. - Eher unspektakulär sammelte Klassenprimus Großostheim die Heimpunkte gegen Kaiserslautern ein. »Auf den ersten 50 lagen wir noch mit sieben Kegeln hinten, ab dann haben wir aber die Führung übernommen«, so Yvonne Köhler (Mannschaftssprecherin DJK/AN Großostheim). Mit einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg hielten sie die Gäste aus Kaiserslautern vom Start weg auf stetig anwachsender Distanz. Am deutlichsten dominierte das Mittelpaar mit Jaqueline Ehlers (443) und einer fehlerfreien Sabina Sauer (469/0 F) das zweite Drittel und legte den Grundstein zum Kantersieg. Somit führt Großostheim weiterhin mit einem Punkt vor Griesheim und hat den direkten Wiederaufstieg im Visier. »Nächste Woche in Frankfurt Riederwald sind Nerven gefragt, denn jetzt wollen wir es nicht mehr aus der Hand geben. Wir sind aber hoch motiviert und fiebern dem Spiel entgegen«, so Köhler.

Im letzten Derby der Saison musste der Drittplatzierte Haibach zum KSC Frammersbach. Ein solider Auftakt der Gastgeberinnen (Tina Hartmann 453/Janine Disint 454) schickte ihre Nachbarn anfänglich mit 96 Kegeln tief in die roten Zahlen. Die zweite Paarung der Haibacherinnen mit Elisabeth Reis (465) und Gerda Ott (468) konterte aber so überzeugend, dass sie ihre Hypothek auf 22 Kegel reduzierten und in der Schlussphase wieder alles möglich war. Unter anderem mit einer fehlerfreien Kerstin Dittmer (494) behaupteten sich aber die Main-Spessarterinnen besonders auf den letzten 50 Kugeln und verteidigten die Punkte erfolgreich.

Tina Hartmann (Mannschaftssprecherin KSC Frammersbach): »Es war bei weitem nicht so deutlich, wie die Zahlen es hergeben. Wir hatten aber erwartet, dass es nicht leicht werden würde, schließlich haben wir schon aus Haibach einen Punkt mitgenommen. Diesmal hatten wir das bessere Ende.«

Gerda Ott (Mannschaftssprecherin TV Haibach): »Für uns war Frammersbach eine richtige Auswärtsbahn, da wir schon sehr lange nicht dort waren. Viel ausgerechnet hatten wir uns zwar nicht, aber Geschenke wollten wir auch keine verteilen. Trotz allem haben wir die beste Platzierung überhaupt erreicht und freuen uns riesig darüber.«

Obernburg lässt aufhorchen

Hessenliga Frauen: Kegelfreunde Obernburg II - SG Lorsch/Bensheim II 2717:2655. - Die zweite Garnitur von Kegelfreunde Obernburg ließ im letzten Heimspiel der Saison 2018/19 mächtig aufhorchen, da in der »Schicksalspartie« gegen SG Lorsch/Bensheim II hervorragende 2717 Kegel zu Buche standen. Die Vorentscheidung fiel schon im ersten Abschnitt, wo Alexandra Zöller und Annika Zappe mit 476 bzw. 471 Kegeln den Stempel aufdrückten. Im zweiten Durchgang konnten die Fusionierten einigen Boden gutmachen. Der klare Gastgebererfolg war jedoch nicht zu gefährden, da die Spielgestalterin Silke Bobrich mit mannschaftsbesten 478 Kegeln um kein Kontra verlegen war.

Erfolgsserie fortgesetzt

Hessenliga Männer: BG Wiesbaden - EK Heigenbrücken 5521:5416; Viktoria Aschaffenburg - RW Nauheim 5622:5572; Bahnfrei Damm II - TuS Rüsselheim 5643:5563. - Die Oberhaus-Reserve von Bahnfrei Damm setzte ihre Erfolgsserie fort. Ehe sich die Opelstädter umsahen, lagen sie auch schon im Hintertreffen, als Lucas Frey und Hermann Heider mit jeweils 955 Kegeln einen Start nach Maß hinlegten.

Nicht ganz unerwartet musste der vorzeitige Titelgewinner Einigkeit Heigenbrücken zum dritten Mal passen, da der Gastgeber Blau-Gelb Wiesbaden seine Heimstärke ausspielte und Revanche für die Vorrundenschlappe nehmen konnte. Die hessischen Landeshauptstädter gingen schon zu Beginn hohes Tempo und sorgten für die frühzeitige Vorentscheidung.

Schwerer als erwartet taten sich die Schönbusch-Asse von Viktoria Aschaffenburg, ehe der Heimerfolg endlich unter Dach und Fach war. Die Nauheimer Rot-Weißen hielten die Begegnung lange Zeit offen, ohne aber den entscheidenden Punch zu setzen. Zum Happy End für die Gastgeber zeichnete hauptsächlich Thomas Buchner mit 979 Kegeln verantwortlich.

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