FC Külsheim neben Niklashausen erfolgreichster TT-Verein im Main-Tauber-Kreis

Fleißige Jugendarbeit ist das A und O

Tischtennis
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»Michael-Training« in Külsheim: Michael Düll übt Schlagvarianten mit einem Tischtennis-Anfänger.
Foto: Hans-Peter Wagner
Wer über Tisch­ten­nis im Main-Tau­ber-Kreis spricht, kommt am am­bi­tio­nier­ten Ver­bands­ober­li­gis­ten SV Niklas­hau­sen nicht vor­bei. Es gibt aber ei­nen wei­te­ren er­folg­rei­chen Ve­r­ein, der mit ein­hei­mi­schen Spie­lern, zwei höh­er­klas­si­gen Män­ner­teams und gu­ter Ju­gend­ar­beit auf sich auf­merk­sam macht: der FC Küls­heim. Wir haben hinter die Kulissen geschaut, mit dem langjährigen Chef der FC-Tischtennis-Abteilung, Hans-Peter Wagner.

Während die Wurzeln des Sporttreibens an der Platte in der 5279-Einwohner Stadt nahe Wertheim bis ins Jahre 1947 zurückreichen, wurde die Abteilung Tischtennis im Jahre 1951 offiziell gegründet. Es folgte zudem der Zusammenschluss mit dem FC Külsheim, der somit neben Fußball eine zweite Abteilung hatte. Gespielt wurde zunächst im Külsheimer Schloss, im heutigen Raum des Bürgermeisters, später im Rittersaal. Über das Spiellokal »Zum Mohren« bezogen die Külsheimer Tischtennisspieler schließlich die 1954 erbaute Festhalle.

Vorübergehendes Aus

Nachdem der TT-Sport Anfang der 1960er-Jahre ganz zum Erliegen gekommen war, holte der zwischenzeitlich nach Külsheim gezogene Friseur, Peter Wagner, Vater des heutigen Abteilungsleiters, Hans-Peter Wagner, vormalige Akteure wieder zusammen, um den Spielbetrieb wieder aufzunehmen.

Die größten Erfolge im Jugendbereich verbuchte Külsheim zu Beginn der 1980er-Jahre, als Erich Betzel im Nachwuchsbereich das Ruder übernahm und mit Hans-Peter Wagner (seit 2003 Abteilungsleiter) einen kompetenten Mitstreiter gewinnen konnte. Sandra Hanke und Sonja Dorbath erreichten mit einem zweiten und dritten Platz bei den badischen Meisterschaften der B-Schülerinnen 1992 die größten Einzelerfolge in der Abteilung, Sandra errang dabei sogar den badischen Meistertitel im Mixed.

Was bewegt Hans-Peter Wagner, seit fast 20 Jahren das Amt des Abteilungsleiters Tischtennis zu begleiten? »Mich motiviert allgemein das Interesse, dass etwas läuft. Und ich habe erlebt, wie schlecht sich eine Abteilung entwickelt, wenn keiner etwas macht.« Wagner bezeichnet sich selbst als »graue Eminenz«, die schon seit Jahrzehnten aktiv in allen Bereichen der Abteilung ist: »In den letzten Jahren gehen mehr und mehr Bereiche in andere Verantwortlichkeiten über, was prima klappt. Ich bleibe als Koordinator, Ansprechpartner für alle und Sprachrohr nach draußen.«

Mit Hepp, Düll und Behringer

Heute verfügt die Tischtennis-Abteilung der Brunnenstädter über keine Frauen- oder Mädchenmannschaft mehr. Drei Schülerinnen sind jedoch trotzdem fester Bestandteil des Kinder- und Jugendtrainings. Mädchen sind auch in Jugendmannschaften spielberechtigt.

Insgesamt trainieren etwa 20 Kinder und Jugendliche in den drei Übungseinheiten »Wolfgang-Training« mit Wolfgang Hepp, »Michael-Training« mit Michael Düll (D-Trainer) und »Christian-Training« mit Christian Behringer (»Trainerlizenz C« Breitensport und »Trainerlizenz B« Leistungssport) unterstützt von weiteren erwachsenen Aktiven. Jannis Würzberger (elf Jahre) und Levin Würzberger (sieben Jahre) sind zudem im Training am Landesstützpunkt Heilbronn.

Als eigene Abteilung verfügt der FC über die »Jugend«, die in Baden-Württemberg fester Bestandteil eines Verein sein muss, um entsprechende Förderungen zu erhalten. Angeboten werden hier ein Ferienprogramm oder andere Freizeitaktivitäten wie eine Fahrt zum Basketball nach Bamberg. Die Hilfsbereitschaft ist laut Wagner unter den TT-Spielern sehr groß. Man hilft sich im privaten Umfeld gegenseitig. Das Treffen, das normalerweise nach Training oder Spiel in der »Linde« stattfindet, wurde während der Corona-Pandemie sogar virtuell über Videokonferenz von zuhause abgehalten.

Jugend-SG mit Niklashausen

Im Nachwuchsbereich wurde eine Spielgemeinschaft mit dem SV Niklashausen gegründet. Die Spielgemeinschaft nennt sich SG Niklashausen/Külsheim. Die erste Jungenmannschaft besteht aus sehr jungen Spielern und spielt in der höchsten Nachwuchsliga, in der Verbandsliga Baden. Zunächst waren für diese Liga nur zwei Mannschaften gemeldet. Um einen geordneten Spielbetrieb zu organisieren, war es nötig, dass sich weitere Mannschaften bereit erklären in der Liga um Punkte zu kämpfen.

So konnte der Badische Tischtennis-Verband vier weitere Mannschaften davon überzeugen in dieser Liga zu melden. Darunter die SG Niklashausen/Külsheim, die bisher jedoch noch keinen Zähler einfuhr und somit auf dem letzten Platz steht. Lediglich Jannis Würzberger hat nach vier absolvierten Matches eine positive Bilanz mit 5:3 Punkten.

Jungen II sind an der Spitze

Die zweite Jungenmannschaft ist Spitzenreiter in der Kreisliga TBB. Die dritte Jungenmannschaft wurde nachgemeldet, spielt ebenfalls in der Kreisliga TBB und belegt Rang fünf.

Die Pandemie-Zeiten sind schwierig Trotzdem kann in Külsheim weiter trainiert werden - unter Einhaltung aller Auflagen und mit einem eigenen, strengen Hygienekonzept in Abstimmung mit der Stadt.

Hintergrund: So läuft es in dieser Saison bei den drei Külsheimer Männermannschaften

Die erste Männermannschaft des FC Külsheim spielt seit Herbst 2020 in der Verbandsklasse Nord und ist derzeit punktloses Schlusslicht. Diese Tabellensituation sei mit »so gut wie hoffnungslos« wohl trefflich beschrieben, sagt Abteilungsleiter Hans-Peter Wagner.

Auch in der nahen Zukunft werden Stammspieler der erste Mannschaft aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen. Zudem hat die bisherige Nummer eins, Henrico Matejka, den Verein zur Rückrunde nach eineinhalb Jahren in Richtung des Liga-Konkurrenten SV Adelsheim verlassen.

Besser läuft es in dieser Saison für die zweite Mannschaft, die eine Liga tiefer in der Bezirksliga Ost antritt und mit 11:5 Punkten den vierten Tabellenplatz einnimmt. Das Team mischt im Kampf um Rang zwei mit.

Auf Kreisebene spielt die dritte Mannschaft des FC in der Kreisliga TBB und belegt einen Mittelplatz nach Abschluss der Vorrunde mit einem ausgeglichenen Punktekonto von 9:9. (ne)

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