Weitsprung-Ass Mihambo beendet Hallensaison mit Titel

Leipzig (dpa)
2 Min.

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Malaika Mihambo
Siegte auch in Leipzig: Weitsprung-Ass Malaika Mihambo.
Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa
Malaika Mihambo holt ihren ersten Titel in diesem Jahr und beendet in Leipzig ihre kurze Hallensaison.

Dieser Titel soll für Malaika Mihambo nicht der letzte in einem intensiven Leichtathletik-Jahr bleiben. Für die Weitsprung-Olympiasiegerin war das Gold bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Leipzig die willkommene Einstimmung auf eine lange Freiluft-Saison mit WM und EM.

Während Mihambo nach ihrem Satz auf 6,81 Meter ihre Hallensaison beendete, machte Kugelstoßerin Christina Schwanitz überraschend ganz Schluss. Anders als Mihambo, die nicht mehr zu den Hallen-Weltmeisterschaften reisen wird, wäre Schwanitz gern noch in drei Wochen in Belgrad dabei gewesen, doch dafür reichte Platz drei nicht - also trat sie anders als zunächst angekündigt schon am Samstag ab und ist bei der WM in Eugene in den USA und der Heim-EM in München nicht mehr dabei.

Dort ist Mihambo die größte deutsche Hoffnung. «Es war ein guter Wettkampf», sagte die 28-Jährige von der LG Kurpfalz eine Woche nach der Weltjahresbestleistung von 6,96 Metern in Düsseldorf. Ihr Trainer habe ihr gesagt, dass es seit 25 Jahren keine so große Siegerweite bei einer deutschen Hallen-Meisterschaft gegeben habe. «Es ist eine deutsche Meisterschaft, von daher nehme ich das sehr ernst und freue mich über jeden Titel», betonte Mihambo in der ARD. Die Sportlerin des Jahres segelte im zweiten Versuch zur Siegesweite.

Schwanitz macht Schluss

Schwanitz sorgte nach ihrem letzten Versuch für allgemeine Verblüffung, als sie feststellte: «Das war hier heute mein letzter Wettkampf.» Die Saisonbestleistung von 18,49 Metern reichte für die beste deutsche Kugelstoßerin des vergangenen Jahrzehnts nur zu Rang drei hinter der Olympia-Achten Sara Gambetta aus Halle, die mit persönlicher Bestleistung von 19,05 Metern gewann, und Katharina Maisch. Schwanitz' Vereinskollegin vom LV 90 Erzgebirge kam auf 18,54 Meter und schnappte der Weltmeisterin von 2015 den WM-Platz weg.

Deutschlands Sportlerin des Jahres 2015 stellte daher gewohnt klar - und vielleicht etwas zu martialisch - fest, «dass ich den Weg frei machen muss, dass ich nicht mehr so leistungsfähig bin, um unser Land auf diese Weise zu verteidigen». Andererseits ist die Mutter von Zwillingen ein Gefühlsmensch, und so kullerten vor den 1600 Zuschauern die Tränen. «Ich bin natürlich noch etwas überfordert mit meinen Gefühlen», räumte die Sächsin nach einer Ehrenrunde ein.

Nach 25 Jahren Sport, davon 18 Jahren als Leistungssportlerin, sei sie megastolz auf elf Medaillen in den vergangenen acht Jahren. Dazu zählen ein kompletter Satz bei Weltmeisterschaften, zweimal EM-Gold und WM-Silber in der Halle. Nur mit einer Olympia-Medaille klappte es bei vier Anläufen nicht. «Alles ist endlich», sagte Schwanitz und will nun bei der Bundeswehr in der Ausbildung andere Menschen zum Sport motivieren. DLV-Präsident Jürgen Kessing hofft, dass sie der deutschen Leichtathletik auch künftig erhalten bleibt.

Eine andere Mama meldete sich in Leipzig nach ihrer Babypause mit einem Titel zurück. Cindy Roleder siegte über 60 Meter Hürden in 8,13 Sekunden hauchdünn. «Ich bin super happy, dass ich wieder da bin und konkurrenzfähig bin», sagte die 32-jährige Roleder vier Jahre nach ihrem bislang letzten deutschen Hallen-Triumph. Bei den Männern fehlten dem Hamburger Owen Ansah über 200 Meter in 20,55 Sekunden nur 13 Hundertstelsekunden zum deutschen Hallenrekord.

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