Deutschlands Trial-Elite tifft sich am Framersbacher Sauerberg

Läufe zur nationalen Meisterschaft

Frammersbach
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Franz Kadlec (Reichersbeuren) ist Deutschlands bester Trialer und geht am Wochenende bei den ersten beiden Läufen zur deutschen Meisterschaft in Frammersbach als Top-Favorit ins Rennen.
Foto: Klaus Werthmann
Sie be­zwin­gen vier­stu­fi­ge Fel­sen­t­rep­pen, kral­len sich ver­we­gen in mäch­ti­ge Bunt­sand­stein­blö­cke und er­k­lim­men die steils­ten Hän­ge: Deut­sch­lands bes­te Trial-Fah­re­rin­nen und -Fah­rer zei­gen am Wo­che­n­en­de auf dem Fram­m­ers­ba­cher Sau­er­berg ihr Kön­nen. Dort richten die Motorsportfreunde (MSF) im Rahmen des ADAC-Spessart-Trials am Samstag und Sonntag die ersten beiden Läufe zur deutschen Trial-Meisterschaft aus.

»Wir rechnen mit etwa 100 Aktiven in den verschiedenen Leistungsklassen«, blickt MSF-Fahrtleiter Rudi Friedel auf das Kräftemessen der nationalen Elite in der Spessartgemeinde. Bei den Frauen ist Lokalmatadorin Vivian Wachs (MSF Frammersbach) eine Kandidatin für den Sieg. Sie wurde im Vorjahr deutsche Vizemeisterin und hat sich am vergangenen Wochenende beim dritten und vierten Lauf zur Trial-Weltmeisterschaft GP Women in Andorra als jeweils Sechste und beste Deutsche in der Weltelite etabliert. Mit Nachwuchstalent Emilia Sauer haben die ausrichtenden Motorsportfreunde eine weitere Fahrerin am Start. Für die Wiesthalerin ist es der Einstieg in die nationale Frauenmeisterschaft und damit eine große Herausforderung.

Top-Favorit bei den Elite-Männern ist Profi Franz Kadlec (Reichersbeuren), der bereits 2017 und 2019 in Frammersbach nicht zu schlagen war. Der härteste Konkurrent des mehrfachen deutschen Meisters dürfte Joschka Kraft (Hausach) sein. Der Frammersbacher Jonas Ott startet in der Klasse 6 Open Pokal und hofft dort auf eine Podiums-Platzierung.

Mut und Körperbeherrschung

Top-Athleten wie Franz Kadlec demonstrieren, dass es beim Trial auf Mut ankommt, aber vor allem auf die Beherrschung des Motorrads durch den Körper. Es gibt Menschen, die vergleichen diese Sportart mit Billard. Andere denken an Schach, wenn die Meister der Balance atemberaubende Drehungen oder meterhohe Barrikaden fast senkrecht nach oben fahren. Denn wie beim Königsspiel muss man im unwegsamen Gelände zwei Züge im Voraus denken.

Hüpfend ausrichten

Zu den Hindernissen fahren die Aktiven stehend. Denn eine Sitzbank sucht man bei den auf Leichtigkeit getrimmten Trial-Maschinen vergeblich. Bei manchen Abschnitten müssen die Athleten auf dem Hinterreifen in Position hüpfen, das ganze Ensemble in Balance halten und teilweise senkrechte Hürden erklimmen. Das alles sollte innerhalb eines Zeitlimits gelingen - ohne mit Händen oder Füßen zu stabilisieren. Fehlerpunkte gibt es beispielsweise für das Absetzen eines Fußes auf den Boden, für das Abwürgen des Motors, oder für das Rückwärtsrollen. Um die Fehlerzahl zu minimieren, braucht es Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit.

Der erste Aktive geht am Samstag um 10 auf die Strecke, die Siegerehrung findet am Nachmittag gegen 16.30 Uhr statt. Start am Sonntag ist ab 9 Uhr. Die Siegerehrung ist auf 15.30 Uhr terminiert. Alle Sektionen können bequem zu Fuß erreicht werden. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Die Anfahrt zum Frammersbacher Trialgelände am Sauerberg ist ausgeschildert.

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