Samstag, 28.03.2020
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Lara Schurz erkämpft Silber: Judoka des JC Obernburg ist bei der deutschen Meisterschaft der U18 erfolgreich

Judo
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Lara Schurz. Foto: privat
Foto: privat
Vom Un­ter­main reis­ten drei weib­li­che Kämp­fe­rin­nen der Jahr­gän­ge 2002 - 2004 nach Leip­zig, um dort ge­gen an­de­re Ju­do­ka aus ganz Deut­sch­land um die na­tio­na­len Ti­tel zu kämp­fen. Da­bei er­rang La­ra Schurz vom Ju­do­club Obern­burg die Sil­ber­me­dail­le.

Bei den Titelkämpfen der männlichen U18 am Samstag war kein Vertreter des Untermains am Start, dafür konnten am Sonntag gleich drei Vereine je eine Starterin für die höchste Meisterschaft stellen. In der Gewichtsklasse bis 44 kg hatte sich Runa Eigenmann vom TV Elsava Elsenfeld mit ihrem zweiten Platz auf der süddeutschen Meisterschaft einen Startplatz erkämpft. In der ersten Runde musste sie sich der Thüringerin Junger geschlagen geben. In der Trostrunde traf sie nach drei Freilosen auf die süddeutsche Meisterin Zeller aus Holzkirchen, die trotz zwei Strafen eine Wertung über die Kampfzeit bringen konnte.

In der Gewichtsklasse bis 63 kg hatte sich Christina Sann von der DJK Aschaffenburg durch eine starke kämpferische Leistung bei der »Süddeutschen« dort die Bronzemedaille und die Qualifikation für die »Deutsche« geholt. Im ersten Kampf gegen Mayer aus Nordrhein-Westfalen konnte sie lange Zeit gut gegen die erfahrenere Kämpferin mithalten und bekam für eine gelungene Technik nach knapp zwei Minuten Kampfzeit die volle Wertung zugesprochen, die aber unverständlicherweise zurückgenommen wurde. Diese Aktion brachte die Kämpferin kurz aus dem Konzept, was die Gegnerin mit einer Wurftechnik für sich ausnutzte. In der Trostrunde traf sie auf die ein Jahr ältere Biller aus Überlingen, die in der Bundesliga für Karlsruhe kämpft. Hier konnte sie sich nicht durchsetzen und musste nach knapp zwei Minuten eine Wertung hinnehmen. Beide gezeigten Kämpfe waren vom Ergebnis her offen, so dass im nächsten Jahr mit mehr Kampferfahrung eine Platzierung im vorderen Bereich erreicht werden kann.

In der Gewichtsklasse über 78 kg wollte Lara Schurz vom Judoclub Obernburg ihre Platzierung vom Vorjahr (5.) verbessern. Im ersten Kampf gegen Ackermann aus Thüringen konnte sie nach 40 Sekunden mit einer Außensichel im Haltegriff gewinnen. Der folgende Kampf war der einzige, der über die volle Zeit ging, da sie nach einer schnellen Wertung für den ungewöhnlichen Griff der Brandenburgerin nicht durchdringen konnte. Im Viertelfinale gegen Wehofen aus Nordrhein-Westfalen konnte sie mit einer Fuß- und einer Kontertechnik nach noch nicht mal 1,5 Minuten den Weg ins Halbfinale erkämpfen. Dort traf sie auf Erdorf aus Nordrhein-Westfalen, auf deren Spezialtechnik sie gut eingestellt war und diese so nach noch nicht mal der Hälfte der Kampfzeit mit zwei Sicheltechniken besiegen konnte.

Aus dem Konzept gebracht

Im Finale traf sie auf Reinicke aus Berlin, die zwar der gleiche Jahrgang ist, aber schon einige Jahre mehr Judoerfahrung aufweisen kann. Sie konnte sehr gut mithalten und wurde erst durch eine für sie gegebene, dann aber wieder zurückgenommene Wertung aus dem Konzept gebracht, was ihre Gegnerin ausnutzte, um sie in einen Haltegriff zu nehmen und so den Titel nach Berlin zu holen. Mit der diesjährigen Siegesserie, die erst in Leipzig im Finale gestoppt wurde, hat Lara jedoch ein Ausrufezeichen gesetzt und wird im nächsten Jahr alles daransetzen, wieder um den Titel mitzukämpfen.

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