Montag, 17.05.2021

Zwei Siege sind zu wenig für Maksimovic: Hösbacher hinterlässt bei der EM der Ringer dennoch starken Eindruck

Ringen
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Der KSC Hösbach hat sich erneut die Dienste des Serben Aleksandar Maksimovic (rot, hier beim Durchdreher gegen den dreifachen Weltmeister Frank Stäbler) gesichert. Er soll gemeinsam mit Jakob Eich das 75-Kilo-Greco-Limit beackern.
Foto: Jens Dörr
Die Rin­ger-EM in War­schau ist am Wo­che­n­en­de aus deut­scher Sicht mit ei­ner mä­ß­i­gen Me­dail­len­aus­beu­te zu En­de ge­gan­gen. In den ins­ge­s­amt 30 Ge­wichts­klas­sen (je zehn bei Gre­co- und Frei­s­til-Män­nern so­wie zehn Frau­en-Li­mits) sprang viermal Bron­ze her­aus. Bei den To­p­ath­le­ten der Un­ter­main-Ve­r­ei­ne fiel die Bi­lanz ge­mischt aus.

Was das Erstrunden-Aus von Niklas Dorn (KSC Hösbach) im Freistil-Limit bis 65 Kilo für die Teilnahme am letzten Olympia-Qualifikationsturnier Anfang Mai in Sofia bedeutet, bleibt noch wenige Tage abzuwarten. Dorn und Alexander Semisorow sind in dieser Gewichtsklasse, in der sich noch kein deutscher Ringer das Tokio-Ticket gesichert hat, die Alternativen. Nachdem Semisorow das erste Qualifikationsturnier im März bei seinem Erstrunden-Aus nicht nutzen konnte, kämpfte Dorn bei der EM in Polens Hauptstadt zwar ordentlich, überzeugte mit dem 1:4 gegen den Moldawier Maxim Sacultan (holte Bronze) aber ebenfalls nicht restlos. Weshalb Freistil-Bundestrainer Jürgen Scheibe erst noch die Trainingseindrücke der nächsten Tage abwarten will, ehe er die Nominierung pro Dorn oder Semisorow bekannt gibt.

Eisele mit guten Chancen

Deutlich größer als Dorns Chancen sind jene von Pascal Eisele (SC Kleinostheim). Der Greco-Ringer der 77-Kilo-Klasse verpasste im März die Olympia-Qualifikation, dürfte aber in Sofia die zweite Gelegenheit bekommen. Der nationale Hauptkonkurrent Hannes Wagner ist für Eiseles Klasse aktuell zu schwer, rang auch in Polen im 82-Kilo-Limit. In der 77-Kilo-Klasse macht aber zunehmend Andreas Widmayer auf sich aufmerksam. Er gewann zwei seiner vier EM-Kämpfe und stand sogar im - letztlich verlorenen - kleinen Finale um Bronze.

Eine Gewichtsklasse niedriger, im Greco-Limit bis 72 Kilo, ging es an den letzten EM-Tagen gleich aus zwei Gründen spannend zu. Zum einen war mit Spannung das erste große Turnier von Dreifach-Weltmeister Frank Stäbler nach seiner Corona-Erkrankung erwartet worden. Stäbler schied beim 6:6 gegen den Türken Selcuk Can (nach einer 5:0-Führung) aufgrund der letzten Wertung seines Gegners im ersten Kampf aus. Der Serbe Aleksandar Maksimovic, der früher für den SC Kleinostheim rang und dessen Dienste sich der KSC Hösbach für die Bundesliga-Runde 2021/22 gesichert hat, schlug hingegen einen Norweger und einen Aserbaidschaner. Nach seiner Viertelfinal-Niederlage gegen den ebenfalls bundesligaerfahrenen Ungarn Robert Fritsch reiste Maksimovic, der in Hösbach im 75-Kilo-Limit kämpfen soll, aber ebenfalls ohne Edelmetall ab.

Zumindest die Variante in Bronze sicherten sich bei der EM drei Deutsche: Greco-Schwergewicht Eduard Popp, Aline Rotter-Focken im höchsten Frauen-Limit bis 76 Kilo sowie Annika Wendle in der 53-Kilo-Klasse. Popp und Rotter-Focken sind auch für die Olympischen Spiele qualifiziert. Maria Selmaier und Denis Kudla schrammten hauchdünn an weiteren Bronze-Medaillen vorbei.

Der Ex-Mömbriser Fabian Schmitt schaffte es im leichtesten Greco-Limit (bis 55 Kilo) ins kleine Finale, verpasste Bronze dann aber mit einer deutlichen Niederlage. Den Höhepunkt aus regionaler Sicht hatte Kleinostheims türkisches (und ebenfalls schon für Olympia qualifiziertes) Freistil-Ass Süleyman Karadeniz mit dem Vize-EM-Titel im 97-Kilo-Limit gesetzt.

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