Freitag, 16.11.2018

Gattnar: »Der ganze Kampf war gut«

Ringen Sonntag, 09.09.2018 - 13:29 Uhr

Niedernberg muss sich in der Oberliga gegen Aufsteiger Rimbach mächtig strecken. Hösbach imponiert in Großostheim

Der KSC Nie­dern­berg, der KSC Hös­bach und die RWG Möm­b­ris/Kö­n­igs­ho­fen sind am ers­ten Kampf­tag der Rin­ger-Ober­li­ga ih­rer Fa­vo­ri­ten­rol­le ge­recht ge­wor­den. Am engs­ten ging es bei den Nie­dern­ber­gern und der RWG zu, wäh­rend die Hös­ba­cher bei ih­rem Gast­spiel in Großost­heim ei­ne ech­te Duft­mar­ke hin­ter­lie­ßen.

Den Niedernbergern war es am Freitagabend vorbehalten, gegen Aufsteiger KSV Rimbach die neue Runde zu eröffnen. Die 200 Zuschauer mussten ihr Kommen nicht bereuen. »Der ganze Kampf war gut«, schwärmte Niedernbergs Trainer Mario Gattnar. »Das waren wirklich sehr schöne Kämpfe.« Von denen gewannen die Gastgeber fünf, was aber in der Summe für ein 17:13 reichen sollte. »Der Schlüssel war, dass die, die von uns gewonnen haben, fast alle Vierer geholt haben.« Dies gelang Zugang Mike Sell sowie in Turbozeit Jens Rung und in Mojtaba Ziaei einem weiteren KSC-Neuling. Dionysios Safaridis strich kampflos ein 4:0 ein. »Wichtig war zugleich, dass die, die verloren haben, super gefightet und ihre Niederlagen in Grenzen gehalten haben«, so Gattnar. Dazu durfte man auch das 0:3 von Waldemar Streib im Schwergewicht gegen Rimbachs Ringertrainer Laszlo Antunovits zählen.

Meisterlicher Auftritt

Meisterlich der Auftritt des KSC Hösbach vor ebenfalls 200 Zuschauern beim SC Großostheim. Das 18:5 der Hösbacher wirkt klar, doch hielten die Hausherren gut dagegen. Alle Kämpfe gingen in die zweite Runde, sieben der zehn Duelle gar über die vollen sechs Minuten.

In der Begegnung mit ihren sieben Duellen, die 1:0 oder 2:0 endeten, ging es vor allem im Freistil-Halbschwergewicht zwischen Großostheims Zugang Zoltan Szep und Christoph Henn hin und her. Beim 12:7 für Henn gab es reichlich Wertungen zu sehen. Dass die Großostheimer vier Kämpfe gewannen, offenbarte das nackte Endresultat nicht. Grund: Gabor Ferencz im hochklassigen Vergleich mit Hösbachs Zugang Michal Twardowski, Eduard-Stefan Asan (gegen Sinan Kayakiran) und Simon Pilzweger (gegen Steven Gottschling) fuhren »nur« eine Eins für ihr Team ein.

Schneller ging es zwischen der RWG Mömbris/Königshofen und dem SV Fahrenbach, wo lediglich viermal über die komplette Kampfzeit gerungen wurde. Auf beiden Seiten blieb eine Gewichtsklasse unbesetzt. Der Schlüssel zum Erfolg war der Sieg von Mömbris' Maximilian Stadtmüller, der Patrick Eisele bei ausgeglichenem Punktestand eine Minute vor Schluss schulterte. RWG-Talent Tino Rettinger hielt sich gegen Fahrenbachs Ausnahmekönner Vadim Sacultan wacker, unterlag in der Freistil-Klasse bis 75 Kilogramm nur mit 1:4 Wertungspunkten.

Gailbach erneut stark

In der Ringer-Hessenliga stand am Wochenende bereits der zweite Kampftag an. Erneut gefiel dabei vor allem der TSV Gailbach. Dem KSV Waldaschaff gelang der erste Sieg. In der Verbandsliga Nord-Ost bot der SC Kleinostheim II ein Team auf, dass in dieser Liga unbesiegbar ist.

Die Kleinostheimer bestritten am Samstag den Vorkampf zur Erstliga-Partie. Den RSC Fulda fertigten die Unterfranken dabei in 30 Minuten Kampfzeit mit 28:4 ab. In dieser oder ähnlicher Besetzung führt bei der Vergabe von Platz eins in der Verbandsliga-Staffel Nord-Ost kein Weg an Kleinostheim II vorbei. Dies dürfte auch die RWG Hanau/Erlensee, die am Samstag mit 23:7 in Alzenau gewann, registriert haben. Nach dem Aufstieg des ASV Schaafheim II wähnten manche die Hanauer als ersten Kandidaten auf Platz eins.

Das Hessenliga-Wochenende begann mit einem etwas überraschenden 25:12-Sieg der FSV Münster beim ASV Frankfurt-Griesheim. Für die Münsterer war der fünf Tage vorher am Knie verletzte Marcel Fröhlich schon wieder dabei und bescherte der Freien Sportvereinigung vier Mannschaftspunkte.

Mit Spannung erwartet worden war das Spitzenduell zwischen dem KSV Seeheim und dem TSV Gailbach, das die Gailbacher mit 19:11 für sich entschieden. Eine der entscheidenden Partien wurde jene zwischen Seeheims Martin Daum und Gailbachs Ahmad Ahmadi, den der Gästeringer gegen die einstige deutsche Spitzenkraft mit 6:3 Wertungspunkten für sich entschied. 170 Zuschauer sahen in den neun Vergleichen, die auf der Matte entschieden wurden, sieben Siege der Aschaffenburger.

Wieder mt leeren Händen

Der ASV Schaafheim II hielt auch im zweiten Kampf nach seinem Aufstieg gut mit und stand am Ende auch in Waldaschaff wieder mit leeren Händen da. Beim 16:21 debütierte für die Bachgauer Erstmannschaftszugang Denis Bochenek und fuhr im Freistil-Halbschwergewicht einen Schultersieg gegen den acht Kilogramm schwereren Robin Metz ein. Obwohl die Waldaschaffer nur zu neunt antraten, gelangen ihnen sechs Siege, darunter vier Vierer. Dies vermochte bei den Schaafheimern auch der Einsatz mehrerer Ringer, die Oberliga-Erfahrung haben, nicht zu kompensieren.

In der Ringer-Verbandsliga Süd-West meisterte die ASV Dieburg ihre Pflichtaufgabe beim KSV Michelstadt souverän und setzte sich wie Mitfavorit SG Arheilgen (18:11 in Wersau) im Odenwald durch. Beim 20:10-Erfolg der Dieburger feierte Hendrik Hiemenz seinen Einstand bei den ASV-Männern und kämpfte Luka Mai erstmals in der Gewichtsklasse bis 66 Kilogramm.

Jens Dörr
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