Nur Jason Markgraf gelingt ein Sieg bei Greco-DM

Topfavorit Pascal Eisele fällt kurzfristig ausfällt

Ringen
2 Min.

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Christopher Kraemer wirft einen Gegner. Für die DM kochte der Klassiker ab und wurde Meister im 60-Kilo-Limit.
Foto: Jens Dörr
Die deut­schen Meis­ter­schaf­ten der Män­ner im grie­chisch-rö­mi­schen Stil wa­ren für den Hes­si­schen Rin­ger-Ver­band (HRV) dies­mal nicht be­rau­schend: Schon vor den ers­ten Kämp­fen in Frank­furt an der Oder schrumpf­te das oh­ne­hin klei­ne HRV-Auf­ge­bot wei­ter.

Von den vier verbliebenen Sportlern gelang nur einem ein Sieg - eine Medaille gab es nicht. Auch zwei Athleten von Untermain-Bundesligisten, die bei Einzelmeisterschaften für Clubs anderer Landesverbände starten, enttäuschten. Ein Abgang des SC Kleinostheim triumphierte unterdessen.

Taktisch klug abgekocht

Denn Christopher Kraemer, der in den vergangenen beiden Bundesliga-Saisons für die »Warriors« kämpfte, wurde deutscher Meister. Sein Weg dorthin war ebenso bemerkenswert wie beschwerlich: Im Oberhaus rang Kraemer für die Kleinostheimer im klassischen Stil in den Gewichtsklassen bis 66 und 71 Kilo. Für die DM kochte er einige Kilo ab und ging im 60-Kilo-Limit an den Start.

Dabei hätte es auch die Gewichtsklassen bis 63 und 67 Kilo gegeben. Kraemer, der zum Serienmeister SV Wacker Burghausen gewechselt ist und in Kleinostheim eine schmerzhafte Lücke hinterlässt, gewann alle Kämpfe technisch überlegen - und ließ auch im Finale gegen den früheren Mömbriser Fabian Schmitt keine Wertung zu.

Kraemer entging durch seinen Schachzug einem Duell im 63-Kilo-Limit mit Olympia-Teilnehmer Etienne Kinsinger. Anders als der bei Einzelmeisterschaften unverändert für den SC Kleinostheim startende Jason Markgraf: Der bestritt vier Duelle, verlor unter anderem gegen Titelträger Kinsinger vorzeitig, holte bei seinem 4:4 gegen Numan Bayram aber einen Sieg. Es war der einzige überhaupt, den ein HRV-Athlet bei diesen Meisterschaften einfuhr. Weil Markgraf ein anderes Duell bei ebenfalls ausgeglichenem Punktestand verlor, blieb ihm nur der undankbare vierte Platz hinter dem Hüttigweiler Bronze-Sieger Bayram.

Die Geschichte der anderen HRV-Teilnehmer ist schnell erzählt: Der Kleinostheimer Vincent Scherer schied im 82-Kilo-Limit, das im K.-o.-Modus bestritten wurde, nach einem 2:2 gegen Alexej Nagornij (SG Weilimdorf) hauchdünn in der Qualifikationsrunde aus und durfte nicht mehr eingreifen. Für Kleinostheims DM-Debütant Bastian Bott, der im Hessenliga-Team der Unterfranken ringt, war im Halbschwergewicht nach einer vorzeitigen Niederlage ebenfalls schnell Schluss. Der 36-jährige Waldemar Streib (KSV Wiesbaden) verkaufte sich im 87-Kilo-Limit zwar teuer, quittierte aber zwei Niederlagen.

Kurzfristig krankheitsbedingt ausgefallen waren Pascal Eisele und der Rimbacher Jan Schwab. Der Kleinostheimer Bundesliga-Ringer Eisele hatte im 82-Kilo-Limit zu den Titelfavoriten gezählt, vor allem zusammen mit Roland Schwarz (Burghausen). Meister wurde aber Marius Braun vom Frank-Stäbler-Club KSV Musberg, der Schwarz im Halbfinale mit 3:1 ausschaltete.

Ettäuschend verliefen die Auftritte von Jan Zirn (in der Bundesliga für den SC Kleinostheim, bei der DM für Baienfurt) und Ilja Klasner (KSC Hösbach/SV Fellbach) im 97-Kilo-Limit. Zirn verlor seine beiden Duelle, Klasner durfte gar nur einmal auf die Matte und schied dabei aus.

Hintergrund

Deutsche Meisterschaften der Männer in Frankfurt/Oder, griechisch-römischer Stil:Männer, 55 kg (2 Teilnehmer): 1. Luan Lauer (RSV Schuttertal/SBD), 2. Abdullah Hasani (SV Hallbergmoos/BAY).

60 kg (11 Teilnehmer): 1. Christopher Kraemer (TSV Westendorf/BAY), 2. Fabian Schmitt (SV Wacker Burghausen/BAY), 3. Georgios Scarpello (ASVSchorndorf/WTB)

63 kg (5 Teilnehmer): 1. Etienne Kinsinger (KSV Köllerbach/SRL), 2. Deniz Menekse (SV Johannis Nürnberg/BAY), 3. Numan Bayram (ASV Hüttigweiler/SRL), 4. Jason Markgraf (SC Kleinostheim/HES)

67 kg (9 Teilnehmer): 1. Witalis Lazovski (SV Wacker Burghausen/BAY), 2. Wladi-mir Behrenhardt (TSV Herbrechtingen/WTB), 3. Kutkagan Öztürk (TSG Herdecke/NRW), 3. Niklas Ohff (KFC Leipzig/SAS)

72 kg (10 Teilnehmer): 1. Robin Pelzer (RC Ehrenfeld/NRW), 2. Witas Behrendt (RS Sudenburg/SAH), 3. Maximilian Simon (SV Weißwasser/SAS)

77 kg (13 Teilnehmer): 1. Idris Ibaev (SV Wacker Burghausen/BAY), 2. Maximilian Schwabe (KSV Pausa/SAS), 3. Samuel Bellscheidt (KSK Neuss/NRW), 3. Domenik Chelo (ASV Urloffen/SBD)

82 kg (13 Teilnehmer): 1. Marius Braun (KSV Musberg/WTB), 2. Simon Öllinger (SC Anger/BAY), 3. Erik Löser (RSK Gelenau/SAS), 3. Roland Schwarz (SV Wacker Burghausen/BAY)

87 kg (10 Teilnehmer): 1. Hannes Wagner (AC Lichtenfels/BAY), 2. Nico Brunner (ASV Schorndorf/WTB), 3. Julian Neumaier (KSV Hofstetten/SBD), 3. Sascha Weinauge (KSK Furtwangen/SBD)

97 kg (13 Teilnehmer): 1. Lucas Lazogianis (SG Weilimdorf/WTB), 2. David Stumpe (SG Baienfurt-KSV/WTB), 3. Vincent Graf (TSV Kottern/BAY), 3. Anton Vieweg (RV Lugau/Erzgebirge/SAS)

130 kg (5 Teilnehmer): 1. Jello Krahmer (ASV Schorndorf/WTB), 2. Franz Richter (RSV Frankfurt/Oder/BRB), 3. Christian John (Eisenhüttenstädter RC/BRB)

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