Freitag, 23.04.2021

Mario Gattnar geht, Nachfolger kommt Ende April : Oberliga-Ringer des KSC Niedernberg wechseln den Trainer

Ringen
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Nicht mehr Trainer des Ringer-Oberligisten KSC Niedernberg: Mario Gattnar. Seinen Nachfolger will der Verein Ende April präsentieren.
Foto: Jens Dörr
Bei der Ka­der­pla­nung spä­ter dran als al­le an­de­ren Kon­kur­ren­ten ist in der Ober­li­ga Hes­sen in die­sem Jahr der KSC Nie­dern­berg. Auch An­fang April sind die für ei­ne wett­be­werbs­fähi­ge Mann­schaft be­nö­t­ig­ten Zu­gän­ge noch nicht spruch­reif.

Während auf sieben Positionen Lücken entstanden sind, hat der Kraftsportclubs Germania erst zwei neue Ringer verpflichtet. Zudem hat sich eine weitere Baustelle aufgetan: Die Unterfranken brauchen einen neuen Trainer.

Denn der Verein hat sich nach mehrjähriger Zusammenarbeit von Coach Mario Gattnar getrennt. In die Saison 2020, die der Hessische Ringer-Verband in allen Landesklassen coronabedingt schließlich absagte, wollten die Niedernberger noch mit Gattnar gehen. Für 2021 ist dies passé. Auf die Frage nach dem Grund für die Trennung bleibt KSC-Vorsitzender Peter Dölger im Vagen. Man sei jedoch »im Guten auseinandergegangen«.

Auch angesichts der Tatsache, dass die sechs anderen Oberligisten für die ab September geplante Runde personell fast vollständig Nägel mit Köpfen gemacht haben und die Niedernberger diesbezüglich im Hintertreffen scheinen, bleibt Dölger gelassen. Der 24-Jährige, als Schwergewicht selbst Teil der Oberliga-Mannschaft und seit Juli 2020 als Vereinschef Nachfolger von Aaron Sommer, kündigt an, dass man Ende April sowohl die neue Trainerlösung als auch mehrere Zugänge präsentieren werde.

Zu tun gab und gibt es einiges. Schon 2020 verloren die Niedernberger, Stammgast in der Oberliga als derzeit noch zweithöchster Ebene im deutschen Ringen, mehrere Leistungsträger. So gingen Timur Seidel, Mike Sell und Mojtaba Ziaei in die Bundesliga: Seidel zum SC Kleinostheim, Sell und Ziaei zum KSC Hösbach. Mit Seidel und Sell planen Kleinostheim und Hösbach auch nach der abgebrochenen Bundesliga-Kampfzeit weiter; Ziaei ist in Hösbach für 2021 hingegen kein Thema mehr. Nicht auszuschließen, dass der Iraner, der in der Oberliga in den zwei höchsten Freistil-Klassen ein Siegringer war, in Niedernberg nun doch noch einmal vorstellig werden könnte.

2020 wechselte außerdem Alexander Maier zum SC Großostheim, wobei es auch jetzt bleibt. Anders im Fall von Zugang Jakob Eich: Ihn hatten die Niedernberger vom Hessenligisten KSV Waldaschaff geholt. Als feststand, dass 2020 in der Bundesliga gekämpft würde und in der Oberliga nicht, schloss sich Eich als Leihringer dem KSC Hösbach an. Das temporäre Engagement haben die Hösbacher nun in ein festes verwandelt, so dass Eich dem KSC Niedernberg nicht mehr zur Verfügung steht.

In den vergangenen Wochen rissen außerdem die neuen Abgänge Jan Gündling (zum SC Großostheim) und Aaron Sommer schmerzhafte Löcher in den Niedernberger Kader. Ex-Vorsitzender Sommer wechselte zum TSV Gailbach, wird 2021 in der Oberliga also wie Gündling und Maier mit seinen neuen Clubs auf seinen bisherigen Verein treffen. Dem gegenüber stehen als Zugänge aktuell einzig Armin Forschner (bisher SV Alemannia Nackenheim) und Tim Focken (KSV Krefeld), die schon vergangenes Jahr eingeplant waren und die Niedernberg laut Peter Dölger auch dieses Jahr zur Verfügung stehen werden. Abzuwarten bleibt, was mit Kasum Israpilov wird, den die Niedernberger im Vorjahr als Zugang vom TuS Gaarden präsentiert hatten.

Während der KSC Niedernberg seinen Kader also erst weit nach Ostern finalisieren wird, war beispielsweise der TSV Gailbach schon im Januar mit der Planung durch. Fast jedenfalls: Dem Aschaffenburger Stadtteil-Club fehlte noch ein Ringer für die 57-Klasse, sowohl im freien als auch im griechisch-römischen Stil. Einen Allrounder für beide Stilarten in der niedrigsten Gewichtsklasse hat der Verein nun gefunden: Der erfahrene Kowan Mirza kommt vom KSV Neu-Isenburg, der seine Mannschaft aus der Hessenliga zurückgezogen hat.

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