Präsident des hessischen Ringerverbands Karl Rothmer wird 75 - und kandidiert erneut

Mögliche Wiederwahl im Herbst

Ringen
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Wird diesen Mittwoch 75 und kandidiert erneut für die HRV-Präsidentschaft: Karl Rothmer.
Foto: Jens Dörr
An die­sem Mitt­woch (13.) wird ei­ner der hes­sen- wie bun­des­weit wich­tigs­ten Rin­ger-Funk­tio­nä­re der ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­te 75: Der Darm­städ­ter Karl Roth­mer fei­ert die­sen be­son­de­ren Ge­burts­tag. Das Ju­bi­läum stellt bei sei­nem ak­tu­ell höchs­ten Eh­ren­amt frei­lich kei­ne Zä­sur dar:

Im Herbst wird Rothmer erneut als Präsident des Hessischen Ringer-Verbands kandidieren. Wobei dieser Entschluss trotz der vielen Punkte, die für weitere Jahre Rothmers an der HRV-Spitze sprechen, ein Stück weit aus der Not geboren ist.

Denn ursprünglich wollte der gebürtige Ingolstädter, der seit 1956 in Darmstadt lebt, seine 2018 übernommene Präsidentschaft bei der nächsten Verbandsversammlung abgeben. Die Amtszeit, für die der HRV-Vorstand gewählt wird, ist mit vier Jahren üppig bemessen. Zudem hatte sich eine vielversprechende Nachfolge angebahnt, aus der inzwischen aber doch nichts wird: Rothmer - und nicht nur er - konnte sich gut die derzeitige HRV-Vizepräsidentin Ramona Scherer als erste Frau an der Verbandsspitze vorstellen. Scherer ist mittlerweile aber nicht nur Mutter geworden und beruflich wieder verstärkt in ihrer eigenen Psychotherapie-Praxis eingespannt, sondern hat auch als Kampfrichterin den nächsten Schritt auf der internationalen Karriereleiter gemacht. Nach ihrem von allen Seiten gelobten EM-Einsatz im April in Budapest darf die Unterfränkin sogar mit der Nominierung für Olympia 2024 in Paris liebäugeln. Schon vor einiger Zeit hat sie dem HRV ob dieser Gemengelage mitgeteilt, die Verbandspräsidentschaft nicht übernehmen zu können.

Mögliche Wiederwahl 

Da sich (noch) kein anderer Anwärter abzeichnet, hat Rothmer beschlossen, seinen Hut erneut in den Ring zu werfen. »Insgesamt geht's mir gut, ich habe seit meinem 18. Geburtstag kein Krankenhaus von innen mehr gesehen«, sagt der langjährige Kampfrichter (pfiff von 1981 bis 2005, leitete Kämpfe auf 14 Welt- und 11 Europameisterschaften) und Vizepräsident des Deutschen Ringer-Bunds (2005 bis 2013). Spuren hinterließ der frühere Postbeamte auch durch seine 35-jährige (nebenberufliche) Geschäftsführer-Tätigkeit bei Darmstadts Großverein SG Arheilgen (4500 Mitglieder, 1978 bis 2013).

In der Szene ist Rothmer bis heute als kommunikative, kompromissbereite und unter anderem in Rechtsfragen kompetente Führungspersönlichkeit anerkannt. »Ich wäre aber auch bereit, mein Amt als Präsident mitten in der vierjährigen Periode zur Verfügung zu stellen.« Der Darmstädter deutet an, dass ein anderer Funktionär angedeutet habe, ab 2024 womöglich zu übernehmen. Bis dahin treibe ihn weiter um, »den HRV auf gesunde Beine zu stellen«. Dafür will Rothmer »das Hauptamt stärken, um im Verband nicht mehr so abhängig vom Ehrenamt zu sein«. Auch die bauliche Erweiterung des Ringer-Leistungszentrums in Aschaffenburg, das trotz vierer Matten an manchen Tagen aus allen Nähten platzt, will er vorantreiben.

Seinen Geburtstag an diesem Mittwoch wird der zweifache Vater und vierfache Großvater Karl Rothmer bei einem gemütlichen Kaffeeklatsch in familiärer Runde in Arheilgen begehen. »Ich bin kein Fan von großen Feiern«, sagt er.

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