KSC Hösbach nach dem 20:5-Erfolg über Aue mit einem Bein im Achtelfinale der Ringer-Bundesliga

Ringer-Bundesliga
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Dem Hösbacher Johannes Deml gelangen gegen Nik Müller sagenhafte sechs Durchdreher in Folge.
Foto: Jens Dörr
Der KSC Hös­bach steht mit ei­nem Bein im Ach­tel­fi­na­le der Rin­ger-Bun­des­li­ga. Im letz­ten Hin­run­den­kampf der Ost-Grup­pe schlu­gen die Un­ter­fran­ken am Sams­ta­g­a­bend vor 250 Zu­schau­ern in der El­sen­fel­der Un­ter­main­hal­le den FC Erz­ge­bir­ge Aue über­zeu­gend mit 20:5.

Der Kampfabend begann im Duell zwischen Fatih Sentürk und Gul Adel verhalten - aber nur in Runde eins: Nach einem 2:1-Pausenstand punktete der für Hösbach ringende Türke das 18-jährige Fliegengewicht der Auer noch aus. Mehrere Durchdreher - teils nach Beinschraube - führten zum 17:1. Weniger Wertungen folgten anschließend im Greco-Schwergewicht, doch die Hösbacher Freude war nicht minder groß: Das 5:1 des 18 Kilo leichteren Ilja Klasner gegen den mehrfachen deutschen Meister Christian John fiel in die Kategorie »Überraschung«. Vor allem zwei Durchdreher nacheinander in angeordneter Bodenlage hätten Klasner gegen den 118-Kilo-Koloss wohl nur große Optimisten zugetraut.

Den Auftakt veredelt

Nach diesen Big Points veredelten Peter Haase (gegen den erstmals in dieser Saison eingesetzten Philipp Herzog) und Johannes Deml (gegen Nik Müller) den gelungenen Auftakt. Haase siegte diesmal ohne Spektakel und holte einen Mannschaftspunkt, Deml gleicher deren vier. Dabei gelangen dem Hösbacher Eigengewächs, das zu dieser Saison zu den »Vikings« zurückgekehrt ist, in Runde eins gleich sechs Durchdreher in Folge. Das sorgte nach Klasner für den zweiten emotionalen Moment des Abends.

Weil Niklas Dorn im Freistil-Leichtgewicht gegen den amtierenden Vize-Europameister Krzysztof Bienkowski in Grenzen hielt und gegen den stabilen Polen nur einen Teampunkt abgab, lagen die Hausherren zur Pause mit 11:1 vorn. »Der Schlüssel zum Sieg ist, die engen Dinger zu gewinnen«, konstatierte Hösbachs Trainer Mario Wohlfahrt. »Das hat in der ersten Hälfte funktioniert.« Auch Wohlfahrt hob Klasners Leistung in der 130-Kilo-Klasse hervor: »Ilja hat den richtigen Moment für seinen zweiten Durchdreher abgepasst. Sein Gegner hatte sich da vom ersten noch nicht erholt.« Lokalmatador Dorn erntete vom Coach ebenfalls ein Lob: »In meinen Augen war er sogar der aktivere Ringer. Aber die Stärke von Bienkowski ist nunmal die Defensive.«

Der Schlüssel zum Sieg ist, die engen Dinger zu gewinnen.

Auch nach der Pause setzten die Hösbacher ihre starken Auftritte fort. Niklas Schäfer war gegen den mehrfachen ungarischen Meister Laszlo Szabo zumindest in der zweiten Runde ebenbürtig, der WM-Dritte Gevorg Sahakyan zeigte den ersten Viererwurf der Germania. Auch sein Kontrahent Mate Krasznai hat in Ungarn schon mehrmals den Landestitel gewonnen, stand gegen den aus Armenien stammenden und international für Polen ringenden Hösbacher aber auf verlorenem Posten.

Steven Gottschling kassierte gegen den sechs Kilo schwereren Franco Büttner nach 2:1-Führung zwar noch ein 2:3 und damit die dritte Hösbacher Niederlage. Trotzdem war die Partie beim Stand von 14:5 schon vor den beiden Weltergewichts-Duellen entschieden. Zurab Kapraev punktete im vorletzten Vergleich im freien Stil Mateusz Kampik aus. Weltmeister Malkas Amoyan schlug den international ebenfalls renommierten Attila Fritsch mit 6:0 und stand dabei kurz vor einem Schultersieg. Als Obermann drückte er dafür aber einen Tick zu wenig; doch auch so war sein Kampf das i-Tüpfelchen auf eine imponierende Hösbacher Darbietung.

KSC Hösbach - FC Erzgebirge Aue 20:5

57F: Sentürk - Adel 4:0 (17:1, 130G: Klasner - John 2:0 (5:1), 61G: Haase - Herzog 1:0 (4:2), 98F: Deml - Müller 4:0 (16:0), 66F: Dorn - Bienkowski 0:1 (0:2), 86G: Schäfer - Szabo 0:3 (1:10), 71G: Sahakyan - Krasznai 3:0 (12:0), 80F: Gottschling - Büttner 0:1 (2:3), 75F: Kapraev - Kampik 4:0 (20:4), 75G: Amoyan - Fritsch 2:0 (6:0).

Zuschauer: 220, Kampfrichter: Steffen Bartsch (RKG Reilingen/Hockenheim).

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