Bei den Hessenmeisterschaften der Ringer liegt die »No-Show-Rate« bei 19 Prozent

»Gut, dass wir's an einem Tag gemacht haben«

Ringen
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Sophia Roth (oben) vom KSV Waldaschaff gehörte am Samstag zu den Hessenmeisterinnen aus der Region.
Foto: Jens Dörr
Un­ter un­ge­wöhn­li­chen Um­stän­den sind am Sams­tag die Rin­ger-Hes­sen­meis­ter­schaf­ten in der Klei­n­ost­hei­mer Main­gau­hal­le über die Büh­ne ge­gan­gen.

Anders als in der Vor-Corona-Zeit vergab der Landesverband die HRV-Titel diesmal nur bei der A- und B-Jugend, veranstaltete die HM im Hochsommer statt im Winter und komprimierte sie wegen einer überschaubaren Zahl an Meldungen kurzerhand auf einen Tag. Dies sei die richtige Entscheidung gewesen, resümierte nach dem siebenstündigen Ereignis Mandy Hemberger von Ausrichter SC Kleinostheim.

Schon um 17 Uhr beendet

»Es war wirklich gut, dass wir die Freistil- und Griechisch-Römisch-Wettbewerbe an einem Tag gemacht haben«, sagte die Organisatorin nach vollendetem Werk. Ursprünglich hätten die Klassiker am Sonntag ihre Meister küren sollen. Den zweiten Wettkampftag sparten sich die Kleinostheimer aber dadurch, dass sie an die Vormittagswettbewerbe im freien Stil (männliche und weibliche Jugend) am Nachmittag die Greco-HM hängten. »Obwohl wir dann nur noch auf zwei der vier Matten haben ringen lassen, waren wir um 17 Uhr fertig.«

Ursprünglich hatten die Gastgeber mit einer Marathon-HM bis in den Samstagabend hinein gerechnet. Neben der zügigen Abwicklung der Kämpfe und der guten Gegebenheiten in der Maingauhalle - als Faustregel gilt die Notwendigkeit von einer Matte pro 50 Ringern und Tag - war ein weniger erfreulicher Umstand für den schnellen Verlauf der Meisterschaften verantwortlich: Von den 134 im freien Stil gemeldeten Athleten traten nur 110 an; im griechisch-römischen Stil waren es 68 von 85. »Um ein Haar hätten wir die HM also für nur 68 Ringer auch am Sonntag durchgeführt«, erinnerte Hemberger an den erst eine Woche vorher mit dem HRV getroffenen Beschluss, sich den zweiten Wettkampftag zu sparen.

Verständliche Gründe

Die »No-Show-Rate« der angemeldeten, aber nicht erschienenen Ringer lag über beide Stilarten und Geschlechter sowie alle Alters- und Gewichtsklassen hinweg bei 19 Prozent. Bei den Titelkämpfen der weiblichen Jugend, die offen ausgeschrieben und zur Vergrößerung der Felder auch für Ringerinnen anderer Landesverbände gedacht waren, hatte Mandy Hemberger für manches Fernbleiben Verständnis: »Der SV Luftfahrt Berlin wollte zum Beispiel mit sieben Ringerinnen kommen. Er ist aber daheim geblieben, als er gesehen hat, dass in den Alters- und Gewichtsklassen seiner Sportlerinnen kaum Gegnerinnen angemeldet waren.« Zu beachten sei auch, dass sich viele andere Bundesländer schon in den Sommerferien befänden. Die hohen Corona-Zahlen dürften zudem die ein oder andere Teilnahme gekostet haben.

In der Vereinswertung in beiden Stilarten auf dem Treppchen stand Gastgeber SC Kleinostheim. Er stellte im freien Stil elf Teilnehmer und in Mike Seel (drei Siege in der B-Jugendklasse bis 41 Kilo) einen Hessenmeister und wurde damit vor dem RSC Fulda und dem VfL Wolfhagen bester von 37 vertretenen Vereinen. Im klassischen Stil wurden die Kleinostheimer zwar »nur« Zweiter der Vereinswertung (hinter Fulda und vor dem AV Groß-Zimmern), packten aber das Kunststück, vier ihrer sechs Mattenfüchse auf Platz eins zu hieven. Dies gelang auch hier Doppelstarter Mike Seel sowie Alois Makasy, Artus Seipel und Quentin Scherer.

Alle Ergebnisse unter https://www.liga-db.de/Turniere/LM/2022/DE/220716_Kleinostheim/indexGER.htm und https://www.liga-db.de/Turniere/LM/2022/DE/220717_Kleinostheim/indexGER.htm

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