Goldbachüberrascht mit Klaus Maier: Hessenligist besiegt Seeheim

Ringen
2 Min.

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Aaron Sommer (in blau, TSV Gailbach) stemmte sich vergeblich gegen Zoltan Szep (in rot, SC Großostheim).
Foto: Petra Reith
Wäh­rend in der Rin­ger-Ober­li­ga der SC Großost­heim ge­gen den TSV Gail­bach am Wo­che­n­en­de sei­nen ers­ten Sieg hol­te, kas­sier­te die RWG Möm­b­ris/Kö­n­igs­ho­fen beim SV Fah­ren­bach ih­re ers­te Nie­der­la­ge. Der KSC Nie­dern­berg hielt ge­gen den KSV Rim­bach gut mit, ver­lor aber eben­falls.

Eine Etage tiefer setzte sich der AC Goldbach durch einen hohen Heimerfolg über den KSV Seeheim an die Spitze der Hessenliga-Tabelle.

Die Goldbacher gewannen im Duell der früheren Bundesligisten mit 25:7 und haben nach drei Kampftagen ebenso 4:2 Punkte auf der Habenseite wie der ASV Griesheim und der SC Kleinostheim II, der den Derby-Prolog in der Aschaffenburger Frankenstolz-Arena gegen den KSC Hösbach II mit 20:11 für sich entschied.

Steigerwald aufgerückt

Der AC Bavaria zeigte sich von seiner knappen Niederlage in Waldaschaff gut erholt - und nahm gegen Seeheim einen personellen Zug vor: Im 71-Kilo-Limit bot Goldbach erstmals in dieser Saison Klaus Maier auf; zudem rückte Simon Steigerwald aus der 66- in die 61-Kilo-Klasse. »Ich glaube, mit dem Comeback von Klaus Maier hat keiner gerechnet«, freute sich der Goldbacher Vorsitzende Michael Heeg. Maier besiegte Marc Jung nach den vollen sechs Minuten mit 8:6; gegen den Hessenliga-Siegringer Steigerwald war auch im klassischen 61-Kilo-Limit kein Kraut gewachsen.

Trotz des klaren Resultats sprach Heeg von »schönen Kämpfen«. Die Seeheimer stellten sich in allen neun Limits entgegen, punkteten aber nur in zwei Klassen. Für den AC Bavaria fuhren neben Maier und Steigerwald auch Heeg, Lutz Ohnheiser, Mohammed Tahiri, Endre-Zalan Bodo und Emanuel-Ovidiu Masnita Siege ein - allesamt mit der Maximalwertung.

»Wir sind zufrieden, wie die Saison begonnen hat«, resümierte Heeg die ersten drei Kampftage. Dies bezog er nicht nur auf die sportlichen Leistungen, auch wenn nach der langen Pause mitunter noch fehlende Wettkampfroutine zu sehen sei. »Auch die Zuschauer haben das Hygienekonzept vorbildlich umgesetzt«, berichtete der Vereinschef von den beiden Heimkämpfen. »Auch der Zuspruch ist gut. Die Leute haben wieder Lust wegzugehen.«

In Großostheim sah das Publikum unterdessen einen engeren Verlauf als in Goldbach. Beim 21:11 des SC Frankonia über den TSV Gailbach gelang für die Hausherren Mateusz Kasprzak bei seinem ersten Einsatz ein spektakulärer Schultersieg gegen den Gailbacher Ilhan Myumyunov, den er wenige Sekunden vor Schluss bei 6:7-Rückstand schulterte. Ohne dieses Resultat wäre es noch knapper geworden, auch wenn zu diesem Zeitpunkt der Mannschaftskampf schon entschieden war. Die Gailbacher boten trotz personeller Probleme in allen zehn Oberliga-Klassen Sportler auf und schickten zeitgleich noch sieben von acht möglichen Leuten zum Landesliga-Vergleich der zweiten Mannschaft nach Dieburg (10:20).

Die RWG Mömbris/Königshofen trat bei ihrem ersten Auswärtskampf ohne Schwergewicht an, was sich beim 13:20 in Fahrenbach empfindlich bemerkbar machte. In den ersten beiden Saisonkämpfen hatten die Mömbriser in diesem Limit noch gepunktet. Diesmal blieb nur die Überlegenheit in den drei niedrigsten Klassen sowie ein Punktsieg von Sascha Büchner im Halbschwergewicht. Dennoch wäre ein ganz knappes Resultat drin gewesen, hätte der Ex-Bundesliga-Ringer Kevin Müller nicht gegen den Fahrenbacher Patrick Eisele in der ersten Minute auf Schultern verloren.

Es fehlt der entscheidende Mann

Auch der KSC Niedernberg trat gegen Rimbach nur zu neunt an, stellte wie schon gegen Schaafheim keinen Mann im 75-Kilo-Greco-Limit. Dennoch forderte die Germania den Primus bis zum Schluss: Im vorletzten Duell des Abends glich Radzabs Gadzialijevs zum 16:16 aus, weil der Rimbacher Nico Schmitt bei knappem Stand aufgeben musste. Danach strichen die Gäste aber die vier kampflosen Punkte ein, mit denen sie ihre weiße Weste wahrten. Die hat in der Oberliga ansonsten nur noch der ASV Schaafheim, der am Wochenende kampffrei war. Für Niedernberg debütierten Khachik Gasparyan und Armin Forschner, die beide verloren.

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