Mittwoch, 28.10.2020
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»Corona hat die Karten neu gemischt«: Kleinostheims Zugang Stark über seinen Weg zu den »Warriors«

Ringen - Interview
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Gabriel Stark verstärkt in der nächsten Saison die Kleinostheimer.
Foto: verein
Mit Ga­bri­el Stark hat Rin­ger-Bun­des­li­gist SC Klei­n­ost­heim ei­nen Zu­gang verpf­lich­tet, der sei­nem Na­men in der am Sams­tag be­gin­nen­den Sai­son 2020/21 al­le Eh­re ma­chen soll. Die Vor­zei­chen ste­hen gut:

Der 30-Jährige, der aus Goldbach stammt und dessen Heimatverein der AC Bavaria ist, bringt für Einsätze in den Freistil-Limits bis 98 und 130 Kilo die Empfehlung von vier DM-Titeln bei den Männern (zuletzt 2017) mit, holte einst EM-Bronze als Junior (2008) und war schon WM-Siebter (2013) und EM-Zehnter (2018).

Im Interview spricht Stark, den viele Ringerfans noch unter seinem früheren Namen Seregelyi kennen, über seinen so zunächst nicht geplanten Weg zu den »Warriors« und die anstehende Runde.

Herr Stark, eigentlich wollten Sie für den AC Lichtenfels auf die Matte gehen ...
Stark: Das stimmt. Nachdem ich den ASV Mainz nach dem Ende der vergangenen Saison verlassen hatte, hatte ich schon in Lichtenfels unterschrieben. Dann kam die Situation mit Corona ...

Der ACL verzichtete darauf, in dieser Saison eine Bundesliga-Mannschaft zu stellen.
Stark: Ja, das war den Vereinen in diesem Jahr ohne Sanktionen freigestellt. Lichtenfels hat abgesagt, und der DRB hat es ermöglicht, dass man auch noch später als sonst wechseln konnte.

Unter anderem der KSC Hösbach klopfte bei Ihnen an. Hatten Sie viele Angebote?
Stark: Es haben sich mehrere Vereine bei mir gemeldet, unter anderem Hösbach und Witten. Corona hat die Karten beim Wechsel neu gemischt. Für den SC Kleinostheim hat den Ausschlag gegeben, dass ich schon lange Kontakt zu Thomas Sokolowski hatte, mir viele Sportler und auch die Trainer bestens bekannt sind und mir die Philosophie des Vereins gut gefällt, Ringer aus der Region einzusetzen.

Sind Sie trotz der Einschränkungen der vergangenen Monate bereit für die Saison?
Stark: Ich habe viel trainiert, hatte lange aber kein Mattentraining. Und ein Ringer muss halt auf die Matte. Wir haben erst vor drei Wochen erfahren, dass die Bundesliga überhaupt stattfindet. Das war lange ja ziemlich unsicher. Jetzt geht's schon los - da sind viele noch gar nicht richtig drauf eingestellt. Deshalb habe ich keine Ahnung, was uns erwartet, auch wegen der ganzen Vorschriften. Ich rechne es dem SC Kleinostheim und besonders Soko aber hoch an, dass sie alles versucht haben, um nun vor möglichst vielen Zuschauern in Aschaffenburg ringen zu können.

Welche sportlichen Erwartungen haben Sie an die Runde - sowohl persönlich als auch mit der Mannschaft?
Stark: Persönlich möchte ich so viele Kämpfe wie möglich gewinnen und den Zuschauern attraktives Ringen zeigen. Für die Mannschaft wünsche ich mir die Teilnahme an den Playoffs. Da man aber nicht mal als Gruppendritter sicher ins Viertelfinale kommt, wird das schon hart. Wir haben die stärkste Gruppe erwischt mit Titelverteidiger Burghausen, dem Geheimfavoriten Schorndorf mit Zugang Frank Stäbler und den gefährlichen Nürnbergern.

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